Werbung auf dem Trikot kann teuer werden

Es ist zwar nicht neu, dass Trikot-Werbepartner beim Verband angemeldet werden müssen, doch in Zukunft soll dies intensiver kontrolliert werden +++ Auch die Gelb-Sperre sorgt für Diskussionen

Es ist keineswegs so, dass die überwiegende Anzahl der Amateurvereine mit dem Geld nur so um sich werfen kann. Nachdem zuletzt angekündigt wurde, dass ein Verweis des Trainers aus dem Innenraum künftig automatisch Geld kostet, kommt nun eine neu Gefahrenquelle für Vereine hinzu, die so neu eigentlich gar nicht ist.

Denn schon seit einigen Jahren müssen die Trikotwerbepartner vor der Saison angemeldet werden. Die Androhung von Geldstrafen gab es schon häufiger, doch wirklich durchgezogen wurden diese bisher nicht. Das soll nach dem Willen des FVN künftig anders werden.

Denn wie der Neusser Kreisfußballausschuss-Vorsitzende Reinhold Dohmen und viele seiner Amtskollegen in den Kreisen in diesen Tagen den Vereinen mitteilen, soll die Werbung auf der Spielerbrust künftig stärker unter die Lupe genommen werden. Schon auf Kreisebene werden fünf Euro pro Spiel fällig, wenn der Spieltags-Sponsor nicht im Spielbericht vermerkt wird. Gleich 20 Euro pro Spiel fallen an, wurde der Sponsor vor der Saison gar nicht erst angemeldet. „Und dabei ist für jeden einzelnen Sponsor ein eigener Antrag zu stellen“, stellte Dohmen bei der Arbeitstagung in Grevenbroich-Kapellen klar. Hat ein Verein also in jeder Mannschaft drei Trikotsätze mit verschiedenen Gönnern auf der Brust, sollte man schon mal einen Tag für die Anträge einplanen. Sonst können da schnell größere Beträge zusammen kommen.

Klar ist, dass das natürlich nicht gerade für großen Jubel allenthalben sorgt und auch durchaus schonmal das Wort „Abzocke“ in den Mund genommen wird. Und durchaus fehlt auch dem einen oder anderen Vereinsvertreter die Transparenz, was mit diesen Geldern für den Amateurfußball getan wird. Das Stichwort „Transparenz“ spielte übrigens auch eine Rolle, als über die Einführung der Sperre bei der fünften Gelben Karte gesprochen wurde. Dohmen führte aus, dass das System den Spieler dann automatisch für zehn Tage sperrt. Die daraus resultierenden Probleme liegen auf der Hand. Gibt es ein Nachholspiel oder eine Englische Woche, muss der Staffelleiter angerufen werden, um die Sperre für das folgende Wochenende zu löschen. Gibt es ein spielfreies Wochenende, wäre die Sperre demnach ohne Aussetzen abgegolten, wie zuletzt auch schon bei Gelb-Rot erlebt.

Das Thema eines verpflichtenden Livetickers, das eine zeitlang zur Debatte stand, hat der Verband nur vorläufig ad acta gelegt. Auf der Oberliga-Tagung wurde die Pflicht für die nachfolgende Saison angekündigt. Der Unmut der Vereine ist programmiert, denn erneut drohen Geldstrafen. In Bayern wird die Liveticker-Pflicht bereits durchgesetzt, 30 Euro kostet dort ein nicht durchgeführter Ticker pro Spieltag.

Schreiben Sie uns Ihre Meinung, was Sie von den Neuerungen des Verbandes, die zum Großteil vom DFB kommen, halten! Entweder als Kommentar unter dem Text, oder gerne auch an info@ig-schiedsrichter.de1.

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