HOYZER-SKANDAL: DFB sieht keine neuen Vorwürfe gegen Zwayer

Anschuldigungen gegen heutigen FIFA-Unparteiischen lange bekannt – Fall abgeschlossen

Plauen/Frankfurt: Der heutige Fifa-Schiedsrichter Felix Zwayer hat wegen seiner Rolle im Skandal um den früheren Unparteiischen Robert Hoyzer keine weiteren Konsequenzen zu befürchten. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) erklärte Anfrage, es seien keine neuen Details aufgetaucht, die Zwayer belasten würden.

Zwayer war 2006 vom DFB-Sportgericht für sechs Monate gesperrt worden. Begründet wurde dies unter anderem damit, dass er die Manipulationen von Hoyzer nicht umgehend gemeldet hatte. Hoyzer wurde damals lebenslang als Schiedsrichter gesperrt. Vom Berliner Landgericht wurde er wegen Beihilfe zum Betrug zu einer Haftstrafe verurteilt, von der er 14 Monate absitzen musste. Er hatte nach der Bestechung durch die Wettmafia Spiele beeinflusst.

„Zeit online“ hatte unter Berufung auf das damalige DFB-Sportgerichtsurteil gegen Zwayer berichtet, dieser habe 2004 als Schiedsrichter-Assistent bei der Partie Wuppertaler SV – Werder Bremen  II vom damaligen Referee Hoyzer 300 Euro erhalten, um bestimmte Entscheidungen zu treffen. Dieser Vorwurf sei bekannt und damals auch schon Bestandteil der Anklageschrift vor dem Sportgericht gewesen, hieß es nun. In der Urteilsbegründung gegen Zwayer wurde ebenfalls die Zahlung von 300 Euro durch Hoyzer an Zwayer aufgeführt.

Zwayer habe schon damals bei der Annahme des Urteils erklärt, dass er kein Geld angenommen und auch keine Spiele manipuliert habe, erklärte nun der DFB. Der heutige Fifa-Schiedsrichter habe das Urteil aber angenommen, um schnellstmöglich wieder eingesetzt werden zu können.

Quelle: Nordwest-Zeitung

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