Liebe zum Fußball schlägt körperliche Beeinträchtigung

Rudi Dantinger ist von Geburt an spastisch gelähmt und an den Rollstuhl gefesselt. Von einer Laufbahn als Trainer und jetzt Schiedsrichter hat ihn das nicht abgehalten. Die Krankheit konnte seinen Körper in die Schranken weisen, nicht jedoch seine Liebe zum Fußball. Die Auflistung seiner Stationen im Amateurfußball liest sich wie ein Auszug aus dem Münchner Vereinsverzeichnis: TSV 1860 München, FC Deisenhofen, SC Amicitia München, SV Pullach, SC Armin, BSC Sendling, TSV Forstenried, FC Wacker München. Dantinger ist viel herumgekommen, seit er 1994 seine erste Trainer-Fortbildung absolviert hat. Inzwischen wird Dantinger beim FC Wacker München als Jugendkoordinator und Manager geführt und hat mittlerweile mehrere BFV-Trainerlehrgänge absolviert. Doch die Liebe zum Fußball war damit längst nicht gestillt: Deshalb absolvierte der 46-Jährige jetzt die Schiedsrichterausbildung und war im April beim E-Junioren-Spiel zwischen dem FC Wacker München 4 und dem SC München Süd 1 erstmals als Referee im Einsatz. „Fußball ist schon seit meiner Kindheit mein Leben“, erklärt Dantinger, der bei seiner Premiere eine fehlerfreie Leistung ablieferte. Und wer ihn kennt, der weiß: Es war keine einmalige Sache. Er wird künftig regelmäßig über den Platz des FC Wacker München rollen und Spiele pfeifen.

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