Unschönes Wochenende für Lok Leipzig

Nach dem Ende des B-Jugend (!)-Spiels Lok Leipzig​ gegen VfB Fortuna Chemnitz​ (1:2, am Samstag) kam es zu einer Massenschlägerei mit etwa 60 (teilweise Jugendliche) Beteiligten. Grund für die Schlägerei war, dass die „Fans“ mit einigen Entscheidungen des Schiedsrichters Thomas Schneider nicht einverstanden war.

„Ich bin seit 1986 Schiedsrichter und habe 1910 Partien begleitet, so etwas habe ich noch nicht erlebt“, wird Rolf Köpke (SRA) zitiert. Die Unparteiischen verfassten einen Sonderbericht.

Und dann musste auch noch das Spiel der Herrenmannschaft FC Rot-Weiß Erfurt​ II gegen Lok Leipzig abgebrochen werden.

Grund hier war ein Platzsturm. Beim Stand von 2:0 für die Erfurter und einer Roten Karte für den Leipziger Djamal Ziane (73.) stürmten Leipziger Chaoten in der 75. Minute den Platz des Erfurter Steigerwaldstadion​s. Der Referee flüchtete sich mit den Mannschaften in die Kabine und pfiff die Partie nicht mehr an.

Sportdirektor Mario Basler sagte nach dem Spiel: „Ich habe mich so aufs Spiel gefreut – und dann das.  So etwas, dass auch Verantwortliche und Spieler angegangen wurden, das habe ich so noch nie erlebt. Ich muss mir die nächsten ein zwei Tage ernsthaft Gedanken machen, ob es in dieser Form noch Sinn für mich macht, hier weiter zu arbeiten oder ob ich lieber am Sonntagnachmittag mit meiner Frau spazieren gehe“, so der Ex-Nationalspieler der „Bild“.

Wie der Verein auf seiner Homepage mitteilt, distanziere man sich in aller Form von diesen „Fans“

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Das, was sich hunderte, teils ehrenamtliche Menschen in Jahren intensiver Arbeit Stück für Stück aufgebaut haben, zerstören ein paar (sorry) Idioten in wenigen Minuten. Die Strafen werden rigoros sein, die weiteren Folgen für den Verein und die ganze Stadt sind wohl noch nicht absehbar und werden wahrscheinlich noch ärger.

Hier das Video mit dem Platzsturm:

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