BFV-Vizepräsident Winkler zum „Tickern“ durch den Schiedsrichter:

Horst Winkler: Ab der neuen Saison ist es den Schiedsrichtern in Bayern erlaubt, ihr Smartphone mit auf das Spielfeld zu nehmen. Erlaubt, keine Pflicht – das ist mir wichtig, klarzustellen! Warum ist es erlaubt? Wir haben wie erwähnt die Möglichkeit geschaffen, Liveticker-Daten nach dem Spiel per Knopfdruck in den ESB zu übernehmen. Also macht es Sinn, dass auch der Schiedsrichter die Möglichkeit hat, alternativ zur Notizkarte den BFV-Liveticker zu nutzen, um seine Daten zu notieren.

Was ist, wenn der Heimverein bereits einen Liveticker führt?

Horst Winkler: Das schließt sich nicht aus. Bei mehreren Tickern hat am Ende der Schiedsrichter die Wahl, welche Liveticker-Daten er übernimmt. Er kann aber eben von vornherein für sich entscheiden, ob er statt der Notizen einen eigenen Liveticker führt. Welche Variante die jeweils sinnvollste ist, können die Beteiligten ja problemlos auch kurzfristig vor Ort klären.

Ist das nicht ein komisches Bild, wenn der Schiri auf dem Spielfeld das Handy aus der Tasche zieht?

Horst Winkler: Das mag zunächst komisch aussehen. Aber nur, weil es ungewohnt ist, bisher sogar verboten war. Deswegen ist es mir wichtig, auch schon so frühzeitig wie möglich zu informieren – die Vereine und auch die Zuschauer. Der Schiedsrichter zieht nicht das Handy aus der Tasche, weil er gerade eine Whatsapp-Nachricht von seinen Freunden erhalten hat, sondern weil er seinen Job macht – mit modernsten Hilfsmitteln. Dafür gilt es alle Beteiligten zu sensibilisieren. Unpassende Kommentare von außen wären hier fehl am Platz. Da sind wir alle gefordert, die Kollegen zu unterstützen.

Ist der Einsatz des Handys denn wirklich eine Erleichterung?

Horst Winkler: Absolut. Der Eintrag auf der klassischen Spielnotizkarte geht nicht schneller als der Eintrag im BFV-Liveticker. Das nimmt sich nichts. Nach dem Spiel ist es mit dem Liveticker aber nur ein Klick für den Schiri, die Daten in den Elektronischen Spielbericht einzufügen. Das geht dann wesentlich schneller, als alle notierten Ereignisse einzeln von Hand einzutragen. Das Smartphone zu nutzen, ist aber wie gesagt keine Pflicht. Wer nach wie vor seine Notizen machen möchte, kann das weiterhin machen. Es ist schlichtweg eine Erleichterung. Die Technik macht es mittlerweile möglich, also bieten wir es auch an!

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