Pfiff der Woche – 1. Spieltag

Der erste Spieltag brachte auch gleich die ersten interessanten Entscheidungen. Besonders bei Strafraumszenen hatten die Schiedsrichter einiges zu tun. Wie sehr ihr die geschilderten Szenen? Schreibt mir eure Meinung in die Kommentare.

SV Darmstadt 98 – Hannover 96 (Dr. Felix Brych)

Charlison Benschop bekommt auf der linken Angriffsseite den Ball und schlägt diesen als Flanke in die Mitte. Dort kommt der Hannoveraner Erdinc im Zweikampf mit Darmstadts Kapitän Sulu zu Fall. Schiedsrichter Felix Brych pfeift sofort und zeigt auf die Strafstoßmarke. Zudem gibt es „Gelb“ gegen Sulu. Als Erdinc Sulu „überholen“ wollte, hielt der Deutschtürke seinen Gegner kurz am linken Arm fest.

Dr. Felix Brych hatte einiges zu tun.
Dr. Felix Brych hatte einiges zu tun.

Die Entscheidung auf Strafstoß ist somit absolut richtig. Auch die Wahl der persönlichen Strafe ist mit einer Verwarnung richtig gewählt, denn das Halten verhindert, dass der Gegenspieler eine günstige Position einnimmt und ist somit unsportlich. Für eine offensichtliche Torchance fehlt die absolute Sicherheit, dass Erdinc an den Ball gekommen wäre.

Video zur Szene: https://vimeo.com/136633059

FC Augsburg – Hertha BSC (Tobias Welz)

Der hessische Polizeibeamte Tobias Welz hatte in seinem Saisondebüt mehr zu tun. Schon nach fünf Minuten verwarnte er Augsburgs Stürmer Raul Bobadilla wegen eines Armeinsatzes. Dieser war zwar nicht beabsichtigt, doch dies ist kein Grund eine Verwarnung nicht zu geben. Da der Arm Bobadillas an den Hals seines Gegners ging, kann man das Vergehen durchaus als rücksichtslos einstufen und dies würde eine Verwarnung rechtfertigen. Als Bobadilla in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit dann vor den Bänken gehalten wird, dadurch den Ball verliert und anschließend übermotiviert in seinen Gegner rennt gibt es keine Zweifel. Das Vergehen ist klar als rücksichtslos einzustufen und somit ist die Gelb/Rote-Karte richtig. Die Spielfortsetzung (Freistoß für Augsburg) war aufgrund des vorangegangenen Haltens übrigens richtig.

Video zur Szene: https://vimeo.com/136633798

Zwei Minuten waren in der zweiten Halbzeit gespielt als die Augsburger sich erneut über Welz echauffierten. Klavan bringt seinen Gegenspieler im eigenen Strafraum zu Fall – der Schiedsrichter gibt den Strafstoß. Auch hier ist die Entscheidung des Unparteiischen absolut richtig. Klavan hält seinen Gegner am Oberkörper mit beiden Armen fest und bringt ihn zudem durch ein Fußvergehen zu Fall. Auf eine persönliche Strafe zu verzichten war ebenso richtig, da es sich um ein fahrlässiges Foulspiel handelt und der Spieler seitlich versetzt zum Tor stand.

Video zur Szene: https://vimeo.com/136633800

Keine fünf Minuten später fordern die Gastgeber Strafstoß. Beerens bringt Feulner an der Strafraumgrenze zu Boden. Nun ist die Frage: War das Foulspiel innerhalb oder außerhalb des Sechzehners? Welz entscheidet sich für einen Freistoß und die Verwarnung gegen Beerens. Die Verwarnung aufgrund des taktischen Foulspiels ist unstrittig und auch die Entscheidung auf Freistoß ist richtig, denn das Foulspiel findet außerhalb des Strafraums statt – Feulner fällt nur in den Strafraum hinein.

T. Welz verwies gleich zwei Spieler des Feldes.
T. Welz verwies gleich zwei Spieler des Feldes.

In der 66. Minute war der Arbeitstag für Beerens vorzeitig beendet, als er abermals Feulner foulte. Nach einem Ballverlust grätscht er seinem Gegenspieler direkt vor der Bank des Heimteams in die Beine. Ein Foulspiel, das das Prädikat „absolut unnötig“ verdient. Zurecht zückt Welz hier die Gelb/Rote-Karte.

Video zur Szene: https://vimeo.com/136633804

VfB Stuttgart – 1. FC Köln (Wolfgang Stark)
Im Spiel am Sonntagnachmittag zeigte Wolfgang Stark gleich zwei Mal auf den „gepuderten Punkt“. Erst sprang Tyton in Torwartmanier zum Ball, erwischte jedoch nur Kölns Angreifer Anthony Modeste. Das Vergehen fand jedoch nahe der Torlinie, seitlich versetzt statt. Der Strafstoß ist ebenso richtig wie auf eine persönliche Strafe zu verzichten.

Video zur Szene: https://vimeo.com/136633808

Ebenso war die zweite Strafstoßentscheidung, als Kostic von seinem Gegner umgegrätscht wurde. Erst trifft dieser ihn an der Achillesferse und zieht ihm anschließend sein Bein weg. Da dieser Vergehen nicht rücksichtslos oder gar brutal war, gibt es auch hier richtigerweise keine persönliche Strafe gegen den fehlbaren Spieler.

Video zur Szene: https://vimeo.com/136633809

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