Spielabbruch beim VfL Osnabrück: Leipziger gewinnen 2:0

Das wegen eines Feuerzeugwurfes auf Schiedsrichter Martin Petersen (Stuttgart) abgebrochene DFB-Pokalspiel zwischen dem VfL Osnabrück und RB Leipzig wird mit 2:0 für Leipzig gewertet. Das gibt der DFB eben bekannt.

Von Reiner Kuhn

Frankfurt/Plauen. Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes hat das am Montag abgebrochene Spiel des DFB-Pokals zwischen dem VfL Osnabrück und RB Leipzig mit 2:0 für den Zweitligisten gewertet. Dieses Urteil haben wir erwartet“, sagte VfL-Boss Queckenstedt.

In der 71. Minute entschied Petersen nach einem sauberen Tackling an Davie Selke korrekt auf Eckball. Ein Osnabrücker Ersatzspieler provozierte daraufhin Selke. Als Martin Petersen eingreifen will, wird er von einem roten Feuerzeug aus dem Osnabrücker Fanblock am Kopf getroffen. Das Spiel wurde daraufhin abgebrochen.

Wie die Polizei am Donnerstag mitteilte, sei der Täter bislang noch nicht gefasst. Szenekundige Beamte werten derzeit externes und interenes Videomaterial aus, um den Täter zu finden, hieß es. Die Polizei bitten Zeugen sich zu melden. Auch privates Filmmaterial sollte zur Verfügung gestellt werden.

Ein solcher tätlicher Angriff gegen den Schiedsrichter ist auf jeden Fall ein Abbruchgrund und die Entscheidung Petersen nachvollziehbar und richtig.

Dem Drittligisten droht sogar eine Platzsperre

„Gemäß der Rechts- und Verfahrensordnung des DFB ist das Spiel für den VfL Osnabrück mit 0:2 als verloren zu werten, da der Verein für seine Zuschauer verantwortlich ist. und den Spielabbruch demnach mit zu verantworten hat“, heißt es in der Begründung des Urteils. Über Sanktionen gegen den VfL Osnabrück wegen des Vorfalls werde das DFB-Sportgericht nach Anklageerhebung durch den DFB-Kontrollausschuss entscheiden.

Dem VfL Osnabrück drohen eine hohe Geldstrafe und ein Spiel unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Im schlimmsten Fall sogar eine Platzsperre für den Drittligisten.

Ein für mich tief bewegender Moment: Anhänger beider Seiten beklatschen die Entschuldigung des Präsidenten an Martin Petersen. Schade, dass ein einziger „Fan“ einen ganzen Verein bestraft.

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