Warum hier ein Promi pfeift

Beim Mitternachtsturnier der SV Nossendorfer Kickers auf der Demminer Friesenhöe tauchte ein prominenter Name auf. Markus Häcker, bekannt als Schiedsrichter-Assistent auf internationale Ebene und der Bundesliga. Zu seinen Beweggründen, in diesem Turnier zur Pfeife zu greifen, befragte ihn der „Nordkurier“.

Markus Häcker mit Verbands-Schiedsrichter Ronny Jager (re.)

Herr Häcker, wie kamen Sie dazu, bei diesem Turnier aktiv mitzuwirken?

„Der Kontakt kam über den heute stellvertretenden Nossendorfer Vereinsvorsitzenden Karsten Leiding zustande. Nossendorf war die erste Mannschaft für die ich als Schiedsrichter tätig war. Hier im Altkreis Demin liegt meine fußballerische Heimat. Ich betrachte mich als sehr bodenständig, lebe heute in Waren und bin Mitglied bei Traktor Pentz dem mein Herzblut  gehört und bei dem ich auch als gemeldeter Schiedsrichter fungiere.“

Sind Sie auch noch auf Landesebene als Schiedsrichter tätig?

„Nein, ich arbeite als Schiedsrichterassistent beim DFB und international und bin als Vorstansmitglied bei Traktor Pentz tätig, arbeite bei der Schiedsrichterbeobachtung und halte Vorträge zur Ausbildung junger Schiedsrichter.“

Wie sehen Sie die Situation des Schiedsrichternachwuchses, und wie ist der Werdegang der jungen Schiedsrichterkader?

„Als Schiedsrichter man man jung anfangen. Im Alter von etwa 14 Jahren legen die Interesenten die erste Prüfung ab. Hierzu ist die Teilnahme an Lehrabenden über einen Zeitraum von zwei Wochen bis zwei Monaten Vorraussetzung. Für die Organnisation sind die Kreisverbände zuständig. Durch die Vereine, Eltern und Freunde wird weitestgehend  die Teilnahme der Kader abgesichert. Um heutzutage als Schiedsrichter tätig zu sein, sind die Kenntnis des Regelwerks, eine gute konditionelle Verfassung, aber auch gute Kenntnisse in Informatik unabdingbar. Spielberichtsbögen werden mittlerweile online bearbeitet.

Wie schätzen Sie das Turnier ein?

„Durch den Modus Jeder-gegen-Jeden hatte ich im Gegensatz zu den Mannschaften keine Pause zwischen den Spielen. Aber es hat riesig Spaß gemacht. Ein Kompliment an den jungen Kollegen Ronny Jager. Er pfiff jeweils das Paraellspiel, da ja immer zwei Partien gleichzeitig liefen. Von Ronny Jager werden wir in der Zukunft sicherlich noch viele gute Leistungen zu sehen bekommen.

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