Florian Meyer und sein erzwungener Abschied

Am Samstag beenden mit Knut Kircher, Florian Meyer und Michael Weiner altersbedingt ihre nationale Karriere, da Sie in Kürze das 47. Lebensjahr erreichen.

Im letzten Teil unserer Reihe „Abschied aus der Bundesliga“ widmen wir uns Florian Meyer, dem mit 47 Jahren ältesten Bundesliga-Schiedsrichter.

Meyer, der in Burgdorf lebt und seit 1996 DFB-Schiedsrichter ist, pfeift seit 1998 Bundesligaspiele. Sein Debüt feierte er am 16. Oktober 1998 bei der Partie TSV 1860 München gegen den VfL Bochum. Der heute 47-Jährige Kanzleileiter pfiff sowohl am 28. Mai 2005 das DFB-Pokalfinale zwischen dem FC Bayern und Schalke 04 sowie am 18. Mai 2014 zwischen Bayern und Dortmund (1:0) als er ein Tor von Mats Hummels fälscherlicherweise nicht anerkannte.

Meyer, der für den RSV Braunschweig pfeift, pfiff sein erstes Spiel in der Champions League am 29. September 2004 beim 1:1 von Rosenborg BK gegen Arsenal London ohne eine enzige Karte. Insgamt leitete er in Champions- und Europa League 52 Spiele. Darüber hinaus wurde er zu zahlreichen Spielen in Ligen des Nahen Ostens als Schiedsrichter angefordert und leitete Länderspiele sowie Qualifikationsspiele zur Fußball-WM 2006 und 2010. Bei der Fußball-Europameisterschaft 2012 war er einer von zwei deutschen Torschiedsrichtern.

In der Saison 2008/2009 wurde er vom DFB zum Schiedsrichter des Jahres gekürt. In einer Umfrage vom „Fachblatt“ Kicker unter 286 Spielern der Bundesliga wurde Meyer zum besten Unparteiischen der Hinrunde der Saison 2010/11 gewählt. Seitdem wurde Meyer in sämtlichen der halbjährlich stattfindenden Wahlen unter den Profis zum besten Schiedsrichter der Bundesliga gewählt.

Im September 2013 wurde bekannt, dass Bastian Dankert und Tobias Stieler ab dem Jahr 2014 als Schiedsrichter zur FIFA-Liste gemeldet werden. Die beiden ersetzen Meyer und Thorsten Kinhöfer, die altersbedingt ausscheiden mussten.

Am 17. Mai 2014 leitete er das Pokalfinale zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern München. Für Diskussionen nach dem Spiel sorgte eine Situation, in der Mats Hummels den Ball auf das Münchner Tor schoss und Dante, wie aus Fernsehbildern ersichtlich wurde, hinter der Linie klärte. Meyer entschied auf weiterspielen, was bei den Dortmundern heftige Proteste auslöste. Seit der Saison 2014/15 wurde die Torlinientechnik in der Bundesliga eingeführt.

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