Mehr EM-Einsätze für Schiedsrichter Brych möglich

1Deutschlands Spitzen-Schiedsrichter Felix Brych darf mit weiteren Einsätzen bei der Fußball-EM in Frankreich rechnen. Der 40-Jährige zeigte am Mittwochabend in Nizza bei der Partie Schweden gegen Belgien (0:1) eine tadellose Leistung und leistete sich keine gravierenden Schnitzer.

Schon für seinen ersten Auftritt bei der Begegnung England gegen Wales hatte Brych gute Noten bekommen.

Auch im Spiel Schweden gegen Belgien bestach Brych mit einer ruhigen und sachlichen Spielleitung. Die vier Gelben Karten vor der Pause waren allesamt korrekt, in der 33. Minute wartete er bei einem Konter des früheren Wolfsburgers Kevin de Bruyne richtigerweise lange, ehe er auf Freistoß für Belgien entschied.

Im zweiten Durchgang wurde es für Brych dann etwas kniffliger. Doch der Jurist behielt den Überblick. Die Entscheidung, einen Treffer von Zlatan Ibrahimovic nicht anzuerkennen, war ebenso richtig, wie die erkannte Abseitsposition beim Tor des Belgiers Romelu Lukaku.

Der entscheidende Moment: Die Grenze zwischen »Bein zu hoch« und »Kopf zu tief« verläuft etwa auf Hüfthöhe, damit lag hier ein Grenzfall vor. In der Praxis entscheiden sich dann nachvollziehbarerweise die meisten Referees für »Bein zu hoch«, so auch Brych. Eine vertretbare Entscheidung.

Wie oft Brych bei der EM noch zum Einsatz kommt, hängt aber auch vom Abschneiden der DFB-Elf ab. Sollte die Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw das Halbfinale erreichen, wäre für Deutschlands Referee das Turnier beendet. Bis dahin dürfte Brych aber sicher noch einmal berücksichtigt werden. (Nizza/dpa)

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