Forum mit FIFA-Schiedsrichter Christian Dingert in Aue

Christian Dingert
Christian Dingert mit Tobias Chevalier

Der Kreisfussballverband Erzgebirge hatte am Dienstag hohen Besuch.

Vor circa 200 Zuhörern aus dem Erzgebirge und den umliegenden Nachbarkreisen Zwickau, Chemnitz, Mittelsachsen und dem Vogtland, war kein geringer als FIFA-Schiedsrichter Christian Dingert aus Gries in Aue zu Gast. Auch mit Harald Schenk, stellte der Sächsische Fußball-Verband eine Delegation. Ebenso anwendend war der Schiedsrichter-Betreuer von Dynamo Dresden, Herr Juerg Ehrt.

Der Verwaltungsbeamte ist verheiratet und hat zwei Kinder. Früher spielte der heute 36-Jährige mit Miroslav Klose zusammen bei der SG Blau-Weiß Diedelkopf Fußball. Aufgrund des 2-Jährigen Altersunterschiedes aber nur in der zweiten Mannschaft. Nach über 65 Jahren wurde der Verein im Jahr 2015 aufgelöst.

Im Kulturhaus in Aue ging es in einem anderthalbstündigen Vortrag allgemein um Dingerts Werdegang, seinen stressigen Wochenplan, fast monatliche Lehrgänge und das wöchentliche Training, was ein Bundesligaschiedsrichter zu absolvieren hat. Sehr viel ist er auf das von ihm geleitete Relegations-Rückspielspiel zwischen dem 1. FC Nürnberg und Eintracht Frankfurt welches mit vielen Videosequenzen, die auseinander genommen wurden, dass man in einem solchen Spiel die Millionensummen und die Existenz des Vereins, um die es geht, schon im Kopf hat und der Druck daher immens hoch ist, eingegangen.

Er sprach von seinem ersten Bundesligaspiel 2010 zwischen Köln und St. Pauli, dass er in diesem Spiel so aufgeregt gewesen ist wie vorher noch nie und von seinem absoluten Highlight, als er 2014 als Torrichter im Camp Nou in Barcelona fungierte. Da er in Aue war, ging es natürlich auch um das alles entscheidende Spiel in der letzten Saison zwischen Heidenheim und Aue, nach welchem Aue leider abgestiegen ist. In diesem Spiel gab er einen Elfmeter für Aue, welchen er selbst in der Nachbetrachtung als klar falsch betittelte.

Im Anschluss stellte er sich noch den vielen Autogrammjägern und hatte noch Zeit für einen persönlichen Plausch.

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