Alpen/Moers: Schiedsrichter verletzt

Während eines Fußballspiels zwischen dem SV Borussia Veen und dem Meerbecker SV Moers, kam es am Freitag gegen 21.15 Uhr nach einer Schiedsrichterentscheidung in einem Spiel der A-Jugend zu einem Streit zwischen den Spielern und dem 33-jährigen Schiedsrichter Sebastian Connor, hieß es im Polizeibericht.

Ein 16-jähriger Spieler des MSV Moers attackierte den 33-Jährigen und verletzte diesen leicht. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei dauern zurzeit an.

Am vergangenen Freitagabend wurde auf dem Platz von Borussia Veen während der A-Junioren-Kreisklassen-Begegnung zwischen den „Krähen“ und MSV Moers Referee Sebastian Connor von einem 16-jährigen Gästespieler geschubst und ins Gesicht geschlagen. Der Unparteiische brach die Partie nach gut einer Stunde beim Stand von 3:1 für Veen ab.

Die herbeigerufene Polizei nahm die Anzeige auf. Gegen den 16-Jährigen wird wegen Körperverletzung ermittelt. Der leicht verletzte Connor, der einen Sonderbericht schrieb, wurden zudem von mehreren MSV-Spielern beleidigt, als „Nazi“ beschimpft und sogar mit dem Tod bedroht. Für Jakob Klos, den Schiri-Obmann des Fußballkreis Moers, ist das Fass längst übergelaufen: „Das war seit Saisonbeginn schon der fünfte schwere Fall, in dem Schiedsrichter massiv angegangen worden sind. So kann es nicht weitergehen. Wir sind doch keine Gummipuppen.“ Wegen der zunehmenden Beleidigungen und Gewalt gegen die Referees wird sich am Mittwochabend der Kreisvorstand sowie Kreisausschuss zu einer außerordentlichen Sitzung treffen. Klos ist dazu eingeladen.

Der Schiri-Obmann wird eine Statistik der Platzverweise vorlegen, aus der hervorgeht, dass „es in den vergangenen drei Monaten schlimmer geworden ist“. Jakob Klos appelliert an den Kreis-Vorsitzenden Franz-Peter Mölders und sein Team, „etwas zu tun“ und ein Zeichen zu setzen. „Wir bekommen das Problem alleine nicht in den Griff. Die Qualität ist eine andere als noch vor einigen Jahren – der Respekt gegenüber den Schiedsrichtern nimmt drastisch ab. Und die Gefahr ist mittlerweile sehr groß, dass wir Leute verlieren“, sagte Klos.

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