Die UEFA plant Veränderungen bei Vergehen im Strafraum

Laut einem Bericht von „The 3rd Team“ lehrt die UEFA-Schiedsrichter-Komission ihre Referees, dass sie keine Gelben Karten geben müssen, um vielversprechende Angriffe (SPA) im Strafraum zu beenden, solange das Foul ursprünglich ein echter Versuch war, den Ball zu spielen. Das IFAB wird voraussichtlich diesem Konzept folgen und es in die nächste Jahrestagung integrieren.

Damit wird das Prinzip und der Sinn hinter den Veränderungen der DOGSO-Vergehen (DOGSO = denying an obvious goal-scoring oppurtunity = Notbremse) auf den Bereich der SPA-Vergehen (SPA = Stopping a promising attack = Vereitelung eines aussichtsreichen Angriffs) ausgeweitet.

Genauer gesagt bedeutet das:

Ein Spieler, der einen Gegner innerhalb des Strafraums leichtsinnig zu Fall bringt und damit einen vielversprechenden Angriff stoppt – mit der Möglichkeit, eine echte Absicht den Ball zu spielen, sollte man auf eine gelbe Karte über den Elfmeter hinaus, verzichten.

Etwas zusammengefasst:

1) DOGSO innerhalb des Strafraums ohne einen echten Versuch, den Ball zu spielen: Elfmeter & Rote Karte;
2) DOGSO im Strafraum mit einem echten Versuch, den Ball zu spielen: Elfmeter & gelbe Karte;
3) SPA innerhalb des Strafraums ohne einen echten Versuch, den Ball zu spielen:Strafstoß & gelbe Karte
4) SPA im Strafraum mit einem echten Versuch, den Ball zu spielen: nur Elfmeter.

Natürlich, wenn das Vergehen rücksichtslos ist, Halten, Schieben, Ziehen oder wenn man durch ein absichtliches Handspiel, einen erfolgversprechenden Angriff im Strafraum verhindert, muss noch mit einer gelben Karte bestraft werden.

Beispiele dafür findet Ihr in diesem Videoclip, der auch von der UEFA bereitgestellt wurde, um diese Änderungen zu illustrieren.

 

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