Lutz Michael Fröhlich im »Kicker«-Interview zum Thema Fairplay.

In der aktuellen Ausgabe des »Kicker« Sportmagazins ist auch ein Interview mit DFB-Schiedsrichter-Elitechef Lutz-Michael Fröhlich zum Thema Fairplay.

Hier das wichtigste in Kürze.

„Durch eine Simulation etwa schafft ein Spieler erst den Vorgang, den der Schiedsrichter zu entscheiden hat. Dadurch eine aggressive und respektlose Spielweise, mit vielen Fouls und rüden Attacken, schaffen Mannschaften ein Szenario, indem der Schiedsrichter zum Durchgreifen gezwungen wird. Die moralische Verantwortung für einen sauberen und fairen Fußball wird abgegeben an den Schiedsrichter. Das ist nicht gut.“

Aber die Anzahl der Fehler hat zuletzt stark zugenommen.

„Auch das stimmt so nicht. Wir haben an normalen Spieltagen in der Bundesliga und 2. Bundesliga zusammen circa 20-25 kritische Entscheidungen. Rund 75 Prozent erweisen sich nach Analyse der TV-Bilder als richtig. Bei den restlichen 25 Prozent gibt es weder Bestätigungen noch Widerlegungen, oder sie sind am Ende tatsächlich falsch. Pro Spieltag geht es also im Durchschnitt um zwei bis drei Entscheidungen. Das Verhältnis hat sich im Laufe der jetzigen Saison zu den Vorjahren auch nicht wesentlich verändert.“

Fröhlich sagt zudem, dass die Referees künftig an Workshops zu Taktik und Spielsystemen teilnehmen. Dozent: Frank Wormuth. Gute Sache.

Autor: IG SCHIEDSRICHTER

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