BTSV unter Druck: VfL profitiert von Fehlentscheidung

Eintracht Braunschweig hatte gut mitgespielt in Abschnitt eins – und hatte Pech: Nach einem Handspiel von Mario Gomez ging es zunächst weiter, nach einem vermeintlich absichtlichen Handspiel von Gustav Valsvik gab es Elfmeter.

Der VfL Wolfsburg hat sich im Hinspiel der Relegation gegen Eintracht Braunschweig mit 1:0 durchgesetzt und sich so eine angenehme Ausgangssituation für das Rückspiel am Montag geschaffen. Mario Gomez verwandelte einen ungerechtfertigten Handelfmeter zugunsten der Wölfe. Die Lieberknecht-Elf wirkte insgesamt zu ungefährlich und fand kaum Mittel gegen den VfL, der sich die besseren Torchancen erarbeitete. 

Zum „Handspiel“: Mario Gomez legte den Ball im Braunschweiger Strafraum ab – hatte dabei allerdings die Hand am Ball. Malli zog in der Folge von der Strafraumgrenze ab – und traf Valsvik am ausgestreckten Arm. Eine doppelte Fehlentscheidung von Schiedsrichter Sascha Stegemann (Niederkassel), der zum Entsetzen der Braunschweiger auf den Punkt zeigte. Valsvik drehte sich klar weg und der Arm ist seitlich hinter dem Körper, sehr geringe Distanz, aus der Schussbahn weggedreht, normale Armhaltung. daher kein strafbares Handspiel. Das Handspiel von Mario Gomez sah für mich in der Zeitlupe nach Absicht aus, im Realtempo dagegen gar nicht.

Meine Meinung: kurze Distanz + Schussgeschwindigkeit

– dreht sich weg
– Arm hat keine Spannung, schlägt nach hinten aus
– Arm ist auch relativ nah am Körper

-> kein absichtliches Handspiel, damit kein berechtigter Strafstoß. Eher würde ich hier wegen des Handspiels von Gomez den Freistoß für Braunschweig pfeifen.

Sascha Stegemann war nach den 90 Minuten natürlich die meistdiskutierte Person in Wolfsburg.

„Ich habe die Situation so wahrgenommen, dass der Braunschweiger Verteidiger den Schuss mit weit abgespreizten Arm angenommen hat – deshalb habe ich auf strafbares Handspiel entschieden. Wenn ich jetzt die Fernsehbilder sehe und alle Persepktiven auswerte, dann wäre es besser gewesen, wenn ich auf den Pfiff verzichtet hätte. Weil man in der Kameraperspektive auch sieht, wie der Arm nach hinten weg steht. Das ist natürlich ärgerlich.

Eine Rote Karte gab es dagegen zurecht nicht, weil keine klare Torchance verhindert wurde.

Womöglich ist das eine Szene, in der ein Video-Assistent dem Referee empfehlen würde, sich das Ganze selbst noch einmal anzuschauen.

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