Kein Wunder von Madrid – Real im Endspiel

Raphael Varane trifft Fernando Torres im Strafraum – Elfmeter für Atletico.

Das Wunder von Madrid ist ausgeblieben. Real Madrid C.F. hat am Mittwochabend zwar mit 1:2 im Estadio Vicente Calderon verloren, steht nach dem 3:0 aus dem Hinspiel aber im Finale der UEFA Champions League. Atlético de Madrid legte einen Frühstart hin und durfte sich nach gut einer Viertelstunde beim Stand von 2:0 ernsthafte Hoffnungen auf das Endspiel machen, doch Iscos Treffer zog den Rojiblancos den Stecker. So löste Real das Ticket für Cardiff. Zum Spielbericht auf DFB.de.

Cüneyt Cakır von Beginn an mit einer sehr kleinlichen Linie. Nach vier Minuten standen schon zwei Gelbe Karten auf der Spielnotizkarte. Nach einem hohen Bein von Danilo gegen Felipe Cruz verteilte er die Erste Gelbe Karte. Die Zweite ist dann schon etwas strittiger. Savic fährt gegen Isco von der Seite den Arm aus und reisst ihn um, aber keine aktive Bewegung. Eine harte Entscheidung, die aber zur kleinlichlichen Linie der Anfangsphase passte. In der 7. Minute die erste strittige Entscheidung: Carrasco setzte sich über die rechte Seite gegen drei Mann durch, verpasste dann aber im Strafraum den Zeitpunkt für das Abspiel und wird von Casemiro getroffen. Aber Schiedsrichter Cakir ließ weiterlaufen. Carrasco wird am Bein getroffen. Bei der kleinlichen Linie die Cakir in der Anfangsphase an den Tag legte, genügt der leichte Kontakt durchaus aus.

Regeltechnische Spitzfindigkeit

In Minute 15 der Foulelfmeter für Atletico, nach Foul von Varane an Fernando Torres. Torres ging nach rechts in den Strafraum und wurde von Varane zu Fall gebracht. Elfmeter berechtigt. Griezmann trat an, rutschte weg und setzt das Leder ins rechte Eck. Navas ist noch dran, kann den Ball aber nicht um den Pfosten lenken. Aber Antoine Griezmann schoss sich ans Standbein und spielt daher den Ball zweimal. Da der Schütze den Ball erst wieder spielen darf, wenn ihn ein anderer Spieler berührt hat, ist das irregulär. Der Regel entsprechend hätte es indirekten Freistoß für Real Madrid geben müssen. Zur Entlastung von Cakir, muss man aber sagen, dass es im Spieltempo nicht zu sehen gewesen ist und es wurde erst nach der 4. und 5. Zeitlupe deutlich sichtbar.  Der Torrichter hätte da vielleicht eher helfen können.

Im „Schiedsrichterball“ erläutert Johannes Gründel auf Wahre Tabelle den Punkt weiter.

Mitte der ersten Halbzeit merkte Cakir selbst, dass er die kleinliche Linie verlassen muss, da sonst die Gefahr bestand, dass es ansonsten ausufern könnte. Nichts destotrotz kam er um die dritte und vierte Gelbe Karte nicht drumherum. Zunächst sah Godin wegen seines zu heftigen Einsatzes Gelb, eine weitere verteilte er Sergio Ramos, weil er sich zuvor zu heftig aufregte. Zudem sah Gabi Gelb, weil er nach einem Foul von Isco an Griezmann ausrastet. Auch als Kapitän darf man nicht unbegrenzt meckern.

Kurz nach der Pause ging vor dem Strafraum der Arm von Griezmann heraus, Freistoß für Real berechtigt. Auf die Gelbe Karte hat aber Cakir verzichtet. Glück  für Griezmann. Glück hatte wenig später auch Isco, als er nach einem rüden Foul nicht verwarnt wurde. Außerordentliches Glück hatte auch der bereits gelbverwarnte Gaby in der 61. Minute, als er Casemiro von der Seite umsenste und hat Glück hat, nicht die Ampelkarte gesehen zu sehen.

In der 69. Minute zappelte der Ball im Netz. Modric hatte aus der Distanz geschossen, Ronaldo verlängerte den Ball ins Tor. Aber der Portugiese stand haarscharf im Abseits. Eine Milimeterentscheidung. Gut gesehen vom Assistent. Deutlicher im Abseits stand Ronaldo bei einem Diagonalball von Marcelo auf Ronaldo (82.).

„Cakir fand ich sehr gut gestern. Die strenge Linie sowie nachher das Anschlusstor von Real brachten nachher viel Ruhe ins Spiel. Meiner Meinung nach fehlten aber zwei Gelbe Karten (Casemiro und Isco). Zu Griezmanns Elfmeter: hab mir selbst die Zeitlupe x-mal angesehen, selbst da schwierig zu erkennen dass der Ball zwei Mal getroffen wird. Da kann man dem SR-Team keinen Vorwurf machen. Insgesamte eine sehr gute und konsequente Spielleitung von Cakir“, fügte Kevin Stammet hinzu.

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