Stieler ist Schiedsrichter des 1. Spieltages!

Tobias Stieler

Beim Voting des 1. Spieltages der Bundesliga hat sich FIFA-Referee Tobias Stieler (Hamburg) mit insgesamt 159 der insgesamt 459 Stimmen durchgesetzt.

Stieler pfiff am vergangenen Freitag die Eröffnung der 55. Bundesligasaison zwischen Bayern München und Bayer Leverkusen (3:1) und hatte die Partie im Griff. Den Strafstoß in der 53. Minute durch Robert Lewandowski mit Hilfe des Video-Assistenten zu geben war die richtige Entscheidung des Schiedsrichters. Aranguiz trifft Lewandowski am Fuß und hält zudem noch an der Schulter. Kein hartes Foul, aber es war eins. Er rempelt den Spieler um. An jeder anderen Stelle des Spielfeldes wird das auch gepfiffen und bei hohen Geschwindigkeiten machen solche Kontakte schon was aus. Also alles richtig – aus meiner Sicht. Kein Versuch den Ball zu spielen oder ähnliches, einfach auf gut Glück den Mann weggerempelt.  Er tritt ihm von hinten ins Standbein. Kein Versuch den Ball zu spielen oder ähnliches, einfach nur auf gut Glück den Mann weggerempelt. Der Videoreferee soll nur bei klaren Situationen eingreifen. Er hätte aber Rafiniha verwarnen müssen, aber bei einer Verwarnung greift der Video-Assistent ja nicht ein.

Das Foul von Karim Bellarabi an Kimmich (hier im Videoam Rande des Platzverweises, aber nicht glasklar Rot. Deshalb keine Intervention des Video-Assistenten. Ein heftiger Bodycheck, irgendwo zwischen rücksichtslos und brutal. Aber nicht unzweifelhaft Rot. Und bei Gelb greift der Video-Assistent nicht ein, weil eine Verwarnung als kein großer Fehler angesehen wird. Zwar knickt Kimmich’s Fuß aufgrund von dem Bellarabi-Foul ab, aber aufgrund des leichten streifens am Fuß und nicht am Knie. Klar, es hätte Gelb geben müssen, aber das ist eben nicht die Aufgabe des Video-Assistenten. Der Spielraum besteht hinsichtlich der Frage, ob es ein klarer Fehler war, nicht Rot zu zeigen. Der Video-Assistent hat das verneint, Hellmut Krug ebenfalls. Nennen wir es Videoassistentenermessensspielraum. Das ist schön sperrig und unaussprechlich.  Gelb die richtige Entscheidung. Im Strafraum wäre das Rot. Nicht aufgrund der Heftigkeit, sondern weil wir hier ein gegnerorinientiertes Vergehen haben, analog Festhalten.

Wenn man sich jetzt auf eine fehlende Rote Karte festlegen würde, dann käme man auf eine 7,9, denn egal was sonst da stünde, wird ein schwerer Fehler mit einem Abzug von 0,5 geahndet. Da es aber für mich eine Verwarnung ist, dann Abzug von 2/10 wegen fehlender Verwarnung und einen Aufschlag (1/10tel) für die Persönlichkeit (Meine Note: 8,3).

Hinter Stieler auf Platz zwei landete Deniz Aytekin (Oberaspach)  mit insgesamt 134 Stimmen. Aytekin pfiff ein knifflig zu leitendes Rheinderby zwischen Mönchengladbach und Köln (1:0) und war stets im Bilde, strahlte eine unheimliche Ruhe aus wurde mit seiner Persönlichkeit akzeptiert. Alle relevanten Entscheidungen wurden vom Schiedsrichterteam korrekt bewertet, Gelbe Karten waren okay,kein Gelb für Cordoba nach dem Foul an Ginter war okay,  hätte man aber durchaus geben können – aber nicht müssen. Abseitsentscheidung wurden richtig erkannt und den Videobeweis hätte es hier gar nicht gebraucht. Man merkte einfach wieder, dass Deniz Aytekin der aktuell beste deutsche Schiedsrichter ist. So eine Ruhe wie er ausstrahlte und JEDE Aktion richtig bewertet. Er wird von den Spielern ernst genommen. Eine gute Leistung und das im Derby – Respekt! (Zum Video). (Meine Note: 8,5)

Mit 108 Stimmen auf dem ersten Platz des kleinen Mannes, kam Felix Zwayer (Berlin) der das Bundesliga-Topspiel zwischen dem FC Schalke 04 und RB Leipzig (2:0) mit einer vorbildlichen Linie mit klarer Körpersprache, lag vor allem richtig beim Strafstoß, als Upamencano im Strafraum foulte richtig. Keine Karte in Ordnung. Di Santo läuft nicht frontal auf das Tor zu. Eher ein bisschen weg und von hinten kam noch ein RB-Spieler heran, so dass er es eventuell geschafft hätte. Sagte ja auch am Montag Markus Merk und Hellmut Krug in der „Sky90″-Sendung.

Abseitstor von Poulsen: Beim Pass von Werner steht Poulsen im Abseits. Das vermeintliche Handspiel im Schalker Strafraum war kein Handelfmeter und wurde auch korrekt vom Video-Referee bestätigt. Kurze Distanz, keine aktive Bewegung zum Ball, natürliche Handhaltung. Die richtige Entscheidung des Schiedsrichters! (Zum Video). (Meine Note: 8,4).

Zur Partie Hertha BSC gegen den VfB Stuttgart. Laut Hellmut Krug in der TV-Sendung „Sky 90“ hätte es den nachträglichen Freistoß für den VfB nicht geben dürfen. Es hätte hier mit Abstoß für Hertha weitergehen müssen. Es ging um die Frage, ob Strafstoß oder nicht. Kein klarer Fehler = keine Intervention und keine Korrektur. Eine Korrektur ist nur möglich, wenn im Strafraum und damit Strafstoß. Eine Korrektur soll da bewusst nicht geschehen, weil es sonst uferlos wird. Es gibt vier klar definierte Eingriffssituationen, das ist so festgelegt, da es sonst zur bewussten Ausdehnung des Videobeweises einlädt.

Weil die Frage aufgekommen ist, ob man man eine Neuansetzung beantragen kann. Nein, dass wird vom IFAB ausdrücklich ausgeschlossen.

 

Auf den weiteren Plätzen:

Felix Brych: = 38 Stimmen
Guido Winkmann 20 Stimmen.

IG-Schiedsrichter.de bedankt sich recht herzlich für’s abstimmen.

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