Veränderungen bei den DFB-Beobachtungen

Foto: Jürgen Jansen/privat

Jeder Fußballer, jeder Trainer und jeder Stadionbesucher hat es schon etliche Male getan: den Schiedsrichter bewertet. Doch was auf Deutschlands Amateurplätzen meist subjektiv und emotional geschieht, müssen die Schiedsrichterausschüsse von der Kreisebene bis hin zum DFB objektiv und sachlich angehen.

Wie wir in unserem Artikel vom 15. März 2017 mitgeteilt haben, wurden mit Beginn der Saison 2017/18 die DFB-Beobachtungsnoten der Bundesliga-Schiedsrichter abgeschafft, um beispielsweise keine offiziellen Noten mehr in die Öffentlichkeit zu bringen und, dass die Medien nicht hintenherum erfahren „Schiedsrichter XY“ war bester im Beobachtungsranking und darf trotzdem nicht aufsteigen. Wie wir nun aus sicherer Quelle erfuhren, betrifft dies auch die Unparteiischen der 2. Bundesliga und 3. Liga. Die Schiedsrichter-Beobachter werten lediglich das Spiel mit den Schiedsrichtern aus und geben ihre Erkenntnisse an die DFB-Schiedsrichter-Kommission weiter, weil weniger Bezug auf Einzelfallentscheidung gelegt werden soll. Ziel ist es, die komplette Spielleitung zu bewerten und daraus nicht mehr eine Einzelsituation die vielleicht falsch gesehen wurde. Vorteil ist, dass im Amateurbereich die Landesverbände nicht mehr an diesen Bogen gebunden sind.

Da unsere Noten als interessanter Teil ein wichtiger Bestandteil unserer Seite wahrgenommen wird, werden wir -sofern uns möglich- diese beibehalten und in der Auswertung zum „Schiedsrichter des Spieltags“ für die ersten drei Plätze bekanntgeben. Bezüglich des Videobeweises werden wir die Schiedsrichter vor der Korrektur bewerten, da wir ja generell versuchen, den Unparteiischen unabhängig von seinen Assistenten zu bewerten (z.B. kein Einfluss von Abseits-Fehlern). Da der Video-Assistent eben auch ein zusätzlicher Assistent ist erscheint es uns sinnvoll, dies so zu handhaben. Es ist allerdings gut möglich, dass es dadurch zu Situationen kommt, wo es uneindeutig ist, wie die Bewertung erfolgen sollte. Problematisch wird es zum Beispiel dann, wenn die Entscheidung des Video-Assistenten falsch erscheint. Wir denken aber, dass so eine Beurteilung weiterhin möglich sein sollte und es keine 1:1-Relation zwischen schwerem Fehler des Schiedsrichterss und Eingreifen des Video-Assistenten geben muss.

Wie läuft eigentlich eine Beobachtung ab? ➡ Weiterlesen.

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