Schiedsrichter im Mittelpunkt: Auswertung strittiger Szenen

Früher Platzverweis: Nach nur drei Minuten sah Halles Keeper Oliver Schnitzler (mi.) die Rote Karte für ein grobes Foulspiel

Auch am Samstag standen die Schiedsrichter im Mittelpunkt. Sie müssen 22 Spieler im Auge behalten und haben keine Zeitlupe für strittige Szenen. Wir nehmen einige Entscheidungen der Auftaktpartie des 8. Spieltages der 3. Liga noch einmal unter die Lupe.

Carl Zeiss Jena 2:0 Preußen Münster (SR: Felix-Benjamin Schwermer, Magdeburg)

Gleich zu Beginn lag der Ball das erste Mal im Netz der Thüringer. Nach einem Freistoß von der halblinken Seite verlängerte Nico Ingo Rinderknecht auf einen im Abseits stehenden Meppener. Hier aufgrund der Zwischenberührung die strafbare Abseitsstellung. Das Tor zählte zurecht nicht. Gut gesehen vom Johannes Huber auf der Gegenseite. Auf der anderen Seite reklamierten die Jenaer auf strafbares Handspiel im Strafraum von Sebastian Mai. Hier blieb der Pfiff zurecht aus. Strittig wurde es in der 29. Minute, als Tuma im Strafraum der Preußen den Ball annahm und beim Dribbling nach einer vermeintlichen Berührung von Körber zu Fall kam. Schiedsrichter Schwermer zeigte auf den Punkt. Den fälligen Elfmeter verwandelte Günther-Schmidt sicher zur Führung für Jena. Kontakt ist da. Doch nutzt der Angreifer diesen aus. Aus meiner Sicht kein Strafstoß und hier eine Fehlentscheidung des Schiedsrichters. Die Ausführung ist in Ordnung. Mittlerweile ist alles erlaubt, bis das Standbein zum Schuss neben dem Ball ist 

VfL Osnabrück 1:1 Würzburger Kickers (SR: Justus Zorn, Berlin)

Als Adam Susac gegen Dominic Baumann knapp zwanzig vor dem Strafraum festhielt und zu Boden drückte, gab Schiri Zorn die erste Verwarnung, doch dies hätte glatt Rot sein müssen. Da kann kein anderer mehr eingreifen, Baumann könnte unmittelbar abschließen (im Video ab 1:00 Min.)

Hallescher FC 0:3 Chemnitzer FC (SR: Guido Winkmann, Kerken)

Nach nur drei Minuten gab es den ersten Aufreger der Begegnung: Bei einem langen Ball auf Frick kam HFC-Keeper Schnitzler raus, verschätzte sich aber und riss den CFC-Stürmer zu Boden. Schiedsrichter Guido Winkmann stellte den Torhüter für eine Notbremse vom Platz.

Das war dunkelstes Rot und zwar nicht nur wegen einer „Notbremse“, sondern auch wegen der Intensität des Vergehens, da der Angreifer hier noch keine Ballkontrolle hatte. Außerdem noch ein Verteidiger auf Torlinie ist Rot die vollkommen richtige Entscheidung des Schiedsrichters!

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