Dortmund verspielt Vier-Tore-Führung im Drama-Derby- Schwerstarbeit für Stieler&Welz in Augsburg

Was für ein Derby: 4:0 führte der BVB zur Pause, in der Nachspielzeit gelang Schalke das 4:4. In Leipzig gewann RB gegen Werder. Zwei Halbzeiten, zwei unterschiedliche Spiele: Nachdem Dortmund den Rivalen aus Gelsenkirchen im ersten Durchgang demontierte und zur Pause 4:0 führte, zeigte Schalke nach dem Wideranpfiff ein komplett anderes Gesicht – und schaffte die Sensation. In der vierten Minute der Nachspielzeit glich Schalke zum 4:4 aus.

Im Revierderby ging es gleich heiß. Nach einem härteren Einsteigen von Guido Burgstaller gegen Yarmolenko übertrieb es auch McKennie gegen Schmelzer. Deniz Aytekin setzte mit einer frühen Gelben Karte ein Zeichen. Dann fiel das frühe 1:0 durch viel gescholtenen Pierre-Emerick Aubameyang der den Treffer auch selbst einleitete, schlug den Ball über die linke Seite auf rechts zu Pulisic. Der 19-Jährige legte vom äußeren Strafraumrand direkt in den Rückraum zu Sahin ab. Der Dortmunder Mittelfeldmann traf den Ball zwar nicht richtig, doch Aubameyang stand am langen Pfosten richtig und schob aus kurzer Distanz ein. Einige spekulierten noch, lag da ein Handspiel vor? Für mich jedenfalls kein strafbares, da keine Bewegung der Hand zum Ball erkennbar.

Fünf Minuten vor der Pause pflügte Thilo Kehrer Andrey Yarmolenko, der sonst durch gewesen wäre, an der Seitenlinie um. Er muss sich im Grunde zum zweiten Mal bei Deniz Aytekin bedanken, dass er hier noch mitspielen durfte. War schon ein rüdes Einsteigen des Schalkers beim Stande von 0:4 spielte da wohl der Frust eine Rolle. Daher wäre Gelb/Rot für Kehrer die richtigere Variante gewesen. Keine Verwarnung nach diesem Einsteigen schon ziemlich sportlich.

Korrektes Eingreifen des Videobeweises dann in der 53. Minute beim Tor von Naldo. Der Schalker köpfte nach einem Oczipka-Freistoß unbedrängt ein und ließ den Gästeblock jubeln, doch Video-Assistent Günter Perl schaute ganz genau hin und wies Aytekin auf eine Abseitsstellung hin! Der Brasilianer schraubte sich nach einer Freistoßflanke vom rechten Flügel am zweiten Pfosten hoch und verlängerte mit der Stirn in den linken Winkel. Nach 20 Sekunden Freude wurde der Treffer jedoch zurecht zurückgenommen.

Dieses Derby hat einfach alles. In der 72. Minute räumte Aubameyang Schalkes Harrit ab und sah wegen wiederholten Foulspiel Gelb/Rot. Castro mit einem seitlichen Tritt gegen Harrit und sah die Gelbe Karte. Unter Umständen hätte sie auch durch sein können. Der Tritt in die Hacke jedoch von der Seite, Gelb noch im Rahmen des Möglichen.

Deniz Aytekin hatte in diesem Derby schon alles im Griff und leitete mit einer unfassbaren Austrahlung. Nachdem berechtigten Platzverweis für Aubameyang muss man aber wirklich die Frage stellen, hat er mit zweierlei Maß bemessen? Kehrer muss dann wirklich mit Gelb/Rot runter. Man kann auch Aytekin’s Zweikampfbewertung bemängeln auf beiden Seiten, aber das ist Meckern auf dem berühmten hohen Niveau. Die beiden Gelben Karten nach Abpfiff waren in Ordnung und Deniz Aytekin kann sich nur wenig vorwerfen lassen. Nur der nicht gegebene Platzverweis für Schalkes Kehrer ist dann der einzige Fehler, wenn man das gesamte Spiel betrachtet.

Nach einem unabsichtlichen Foul von Maximilian Arnold an Alfred Finnbogason zückte Schiedsrichter Tobias Stieler erst Gelb. Dann meldete sich allerdings der Videoassistent….

Vom Video-Assistenten falsch beraten…

In Augsburg flog nach 11 Minuten einer vom Platz, der gar nicht wusste warum. Michael Gregoritsch schickte Finnbogason mit der Hacke rechts Richtung in Tor, der Isländer kam dann nach leichter Berührung mit Maximilien Arnold zu Fall. Referee Tobias Stieler zeigte zunächst die Gelbe Karte. Doch dann gab Kommunikation mit Video-Assistent Tobias Welz. Tobias Stieler sah sich die Situation nach Rücksprache am Ende selbst noch einmal in der Review Area am Rande des Platzes an und nahm die Gelbe Karte zurück. Am Ende entschied sich Stieler, die Gelbe Karte zurückzunehmen und Arnold des Feldes zu verweisen. Für mich eine Fehlentscheidung nach Videobeweis. Gelb wäre die korrekte Entscheidung gewesen, da in der Mitte noch weitere Eingriffsmöglichkeiten waren. Erstaunlich für mich, dass der Videobeweis eingegriffen hat. Hier eigentlich keine klare Fehlentscheidung. Stieler als „Chef auf dem Platz“ zeigte in der Wahrnehmung Gelb. Erneut war es Tobias Welz, der den Schiedsrichter eine falsche Entscheidung aufgezwungen hat.

Referee Tobias Stieler nahm seine Entscheidung nach dem Videobeweis zurück – und zückte Rot. Eine sehr sehr harte Entscheidung.

In der 60. Minute ein erneuter Eingriff von Video-Assistent Tobias Welz. Nach einer Ecke konterte Augsburg mit Vier-gegen-Eins. Am Ende ging Caiuby nach einem Kontakt mit dem Wolfsburger Koen Casteels, der zunächst den Ball spielte, zu Boden. Tobias Stieler deutete zunächst nach kurzem Zögern auf den Elfmeterpunkt. Wurde dann aber von Tobias Welz überstimmt. Hier muss man sagen zurecht. In der Zeitlupe deutlich zu sehen das der Ball vorher gespielt wurde.

Alle Ergebnisse:

 

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