Stimmungsvoller, unparteiischer Schwabe zu Gast in Bautzen

Der mittlerweile vierte Lehrabend für Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter  des Westlausitzer Fußball-Verband (WFV), sowie des Fußballverband Oberlausitz (FVO) mit prominenten Unparteiischen  knüpfte am 27. Oktober 2017 nahtlos nicht nur an die Tradition der namhaften Gäste, sondern auch an die Nachhaltigkeit der bisherigen Veranstaltungen an.

Von: Goiko Sinde

Sportfreund Knut Kircher bestach dabei nicht nur durch Fachwissen, Realitätsnähe und publikumsnahes Auftreten – seinen Fitnesszustand stellte er fast unbemerkt ebenfalls unter Beweis. Trotz frühzeitiger Abfahrt in der Heimat, dem oft genannten „Schwabenländle“, fiel die geplante Kaffee- und Kennenlernphase zur Einstimmung  vor der Veranstaltung aus, denn mehrere Staus verzögerten die Anreise des Gastes um mehrere Stunden. Zwischen Ankunft am Brauhaus Bautzen nach mehr als acht Stunden Fahrt, dem Anschließen seiner Mobiltechnik und den dann folgenden einleitenden Worten vergingen keine zehn Minuten. Ohne einen Moment Pause zwischen Fahrt und Vortrag war er sofort drin im Thema.

Die im voll besetzten Saal fast 300 gut gelaunten  Zuhörer  vom FV Oberlausitz und dem WFV spürten von Beginn an das Feuer für das Schiedsrichterwesen, welches Knut Kircher versprühte. Schon im ersten Abschnitt bezog er die Anwesenden aktiv durch Fragen und Meinungen mit ein. Das kam an. Szenenapplaus für Zitate, Anmerkungen und erlebte Bundesligamomente zeigte die Begeisterung, sowie das Interesse der sehr zahlreich Angereisten.

Der ehemalige FIFA-Referee referierte sehr kurzweilig, lebhaft, teilweise humorvoll  mit Filmsequenzen, Leitsätzen und persönlichen Anmerkungen zu den umfänglichen Herausforderungen an die Unparteiischen in allen Spielklassen. Dabei betonte er auch nicht nur einmal  den Respekt und die Besonderheit der Leistungen aller Schiedsrichter/-innen an der Basis. „Jeder ist einzigartig, jeder hat mindestens eine Besonderheit. Nehmt diese mit auf´s Feld. Seid und bleibt natürlich….“, lautete zum Beispiel eine  von zahlreichen motivierenden Ansagen.

Knut Kircher sprach über die Wechselwirkungen der Wahrnehmung von Schiedsrichterentscheidungen für Spieler, Zuschauer, die SR selbst,  spürbare Grenzen, der Kommunikation, dem notwendigen Auftreten der SR, den Anforderungen, den Vorteilen der Antizipation für Unparteiische und vielem mehr.

Nach knapp 90 Minuten endeten seine Ausführungen mit dem Angebot zum Erfahrungsaustausch. Dieses nahmen nicht wenige Sportfreunde natürlich gern an. Nach erneuten fast 60 Minuten Smaltalk kam K. Kircher erstmals zum Durchatmen und lies gemeinsam mit einigen Verantwortlichen des WFV und FVO den für alle langen Tag gegen 23 Uhr ausklingen.

Der Westlausitzer Fußball-Verband dankt Sportfreund Knut Kircher für den interessanten Vortrag, die unproblematischen Vorabsprachen, sowie den mit Sicherheit bleibenden, positiven Eindruck seiner basisnahen, sportlich lockeren Art gegenüber allen anwesenden Schiedsrichterinnen und Schiedsrichtern. Die kleinen regionalen  Erinnerungsgeschenke werden  Knut Kircher hoffentlich beim nächsten Imbiss mit Kamenzer Würstchen und Baut´zner Senf, sowie dem Blick auf den ewag Kamenz – Kalender an seine hoffentlich angenehmen  Stunden im Landkreis Bautzen erinnern.

Weiterhin gilt der besondere Dank Sportfreund Hanspeter Benad, der wieder einmal den Kontakt für diese Veranstaltung herstellte, sowie dem Brauhaus-Team, welches vor allem in der Wartezeit alle Gäste mit vollem Einsatz bewirtete.

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