Wurde der Schiedsrichter rassistisch beleidigt?

Symbolbild

Vor gut einem Monat leitete Alessandro Santalucia das Bezirksligaspiel zwischen dem SV Niederbexbach gegen den FC Bierbach. Die erste Hälfte wurde seitens der Heimmannschaft in Form der Zweikämpfe sehr hitzig geführt, gingen zu hart in die Zweikämpfe was auch vom Schiri geahndet wurde. Schnell stand der erst 17-Jährige im Mittelpunkt des Geschehens und die Spieler, Trainer und Zuschauer brachten ihren Unmut gegenüber dem Unparteiischen zum Ausdruck.

Dieser Frust zog sich dann bis in die Halbzeitpause hin, wo der Referee von den Zuschauern beim Gang in die Kabine als „Scheiß Spaghettifresser“ beleidigt wurde. Auch in der zweiten Hälfte beruhigten sich die Gemüter nicht, im Gegenteil es wurde immer schlimmer und die Spieler, Funktionäre der zweiten Mannschaft und Zuschauer riefen immer wieder rassistische Beleidigungen hinein wie auch „Scheiß Kanake“ und „Geh zurück in dein Land“. Unterstützung bekam der Referee nur von den Zuschauern des FC Bierbach. Diese riefen  mehrfach „Lasst den Jungen in Ruhe“. Er hatte Angst nach dem Spiel an den Zuschauern vorbeizulaufen. Einige riefen „Wir schlagen Dir in die Fresse“. Von Platzordnern keine Spur, nur sein Vater begleitete ihn die Kabine.

Doch auch danach beruhigte sich die Szenerie nicht. Beim Abholen seiner Spesen im Clubheim, wurde er erneut als „Hurensohn, Spaghettifresser und Kanake“ beleidigt. Dann fingen ihn erneut einige Zuschauer ab und drohten ihm in die Fresse zu schlagen, wenn er nicht sofort Hause gehen würde. Dankbar ist er, dass sein Vater die ganze Zeit an seiner Seite stand, sonst hätte es böse enden können.

Daraufhin verfasste der Unparteiische einen Sonderbericht. Zur Sportgerichtsverhandlung wurde der SV Niederbexbach, der laut Aussage des Schiedsrichters schon häufig durch solche Aktionen aufgefallen ist, zu einer Geldstrafe in Höhe von 60,00 € (in Worten sechszig Euro) vom Sportgericht des Saarländischen Fußball-Verbandes verurteilt.

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