Aytekin ist Schiedsrichter des 13. Spieltags!

Er hat gut lachen – Deniz Aytekin. Der aktuell beste deutsche Schiedsrichter lieferte auch im Revierderby eine souveräne Leistung ab!

Beim Voting des 13. Spieltages der Bundesliga hat sich FIFA-Schiedsrichter Deniz Aytekin aus Oberasbach mit 117 von insgesamt 229 der abgegebenen Stimmen durchgesetzt. Herzlichen Glückwunsch!

Aytekin leitete am vergangenen Samstag den Revierschlager zwischen Borussia Dortmund und dem FC Schalke 04 (4:4) und damit stand erstmals das Revierderby unter seiner Leitung. Der Referee lag in fast allen wichtigen Situationen richtig, inklusive der korrekten Regelauslegung beim unabsichtlichen Handspiel von Pierre-Emerick Aubameyang beim 1:0 für den BVB. Keine Absicht, da keine Bewegung zum Ball.

Das war dann doch eher Gelb-Rot: Thilo Kehrer trifft Andrej Jarmolenko. (Foto: dpa)

Er hätte aber zwingend Thilo Kehrer nach dessen Foul an Andriy Yarmolenko mit Gelb-Rot bestrafen müssen als er Yarmolenko, der sonst durch gewesen wäre, an der Seitenlinie umpflügte, musste sich der Schalker bei Schiedsrichter Aytekin bedanken, dass er noch mitspielen durfte und einer der Gründe dafür, dass Schalke später mit vollzähligem Personal überhaupt diese Aufholjagd starten konnte. Dies war eine krasse Fehlentscheidung  -seine einzige- an diesem Tag, was auch die Kollegen von „Collinas Erben in der Spieltagsübersicht richtigerweise feststellten.

Gelb nach Spielende 

Einer Rudelbildung vor der Dortmunder Südtribüne war ein provozierender Jubel von Torhüter Ralf Fährmann vorausgegangen. Nuri Sahin gefiel dies nicht und er griff den Schalker Schlussmann an. Letztlich sahen beide Spieler noch Gelb nach Spielschluss. Aktionen welche sich nach Spielende, aber noch auf dem Spielfeld ereignen, können weiterhin bestraft werden. Dies gilt nicht für Situationen die sich vor dem Abpfiff ereigneten. Diese können nach Spielende nicht mehr bestraft werden. Aber das war hier ja nicht der Fall.

Dem Referee ist in einem schwer zu leitenden Revierderby eine fast rundherum gelungene Schiedsrichterleistung zu bescheinigen, welches der Beobachtercoach Jürgen Jansen sicherlich genauso sehen wird. Meine Note: 8,7/8,8 [9,0]).

Auf dem zweiten Platz landete mit 57 Zählern Tobias Stieler aus Hamburg. Der Referee leitete die Partie des FC Augsburg gegen den VfL Wolfsburg (2:1). Aus meiner Sicht war Rot nach Videobeweis für Maximilian Arnold eine vertretbare. Er hat freie Bahn zum Tor, es ist Ballkontrolle gegeben, er hat hohe Geschwindigkeit und der nächste Abwehrspieler sechs Meter weit weg. Ob der dann doch eingreifen hätte können, ist eine reine hypothetische Frage. Gelb wäre aber okay gewesen. Das Einsteigen von Koen Casteels gegen Caiuby nicht mit Elfmeter zu ahnden finde ich angesichts des harten Einsteigens eher falsch als richtig. Es gibt einen klaren Unterschied zwischen „Ball berühren“ und „Ball spielen“. Casteels grätschte den Ball nicht etwa zur Seite, sondern touchierte ihn nur leicht und räumte dann Caiuby ab. Der Stürmer wäre in Ballbesitz geblieben, wenn er nicht von Casteels rasiert worden wäre. Für mich wäre daher der Strafstoß die richtigere Entscheidung und Gelb, da keine klare Torchance weil weg vom und Ballkontrolle nicht gegeben. Das sind aber beides reine 50/50-Entscheidung wo man auch zu einem anderen Ergebnis kommen kann. Keinesfalls jedoch eine klare Fehlentscheidung, die es zu korrigieren galt, da in beiden Situationen keine klare Fehlentscheidung vorlag, hätte diese nicht per Videobeweis korrigiert werden dürfen, wenn hier nicht eine Besonderheit vorlegen würde. Nicht der Video-Assistent korrigierte die Entscheidung, sondern der Schiedsrichtern fragte bei Tobias Welz nach. Zum Video.

Den ersten Platz des kleines Mannes belegte mit 36 Stimmen Manuel Gräfe aus Berlin der am Samstagabend den Klassiker zwischen Borussia Mönchengladbach und Bayern München (2:1) mit einer souveränen Gesamtleitung sowie der richtigen Entscheidung beim Strafstoß. Süle fuhr, nachdem Thorgan Hazard im Strafraum nach innen kreuzen wollte, den linken Arm kurz aktiv aus und berührt den Ball mit der Hand. Strafstoß die richtige Entscheidung. Zum Video

Auch Bibi küsste den FC nicht wach

Ihr drittes Bundesligaspiel leitete zum Abschluss des Spieltages Bibiana Steinhaus aus Langenhagen mit der Partie 1. FC Köln gegen Hertha BSC. Dies war ihr Zweites mit Beteiligung der Berliner. Wie beim ersten Spiel auch diesmal wieder mit einer souveränen Leistung. Das Handspiel von Rekik als nicht absichtlich zu werten, war vertretbar, da keine Bewegung der Hand zum Ball. Die Frage ist: geht die Hand Richtung Ball, um eben diesen zu spielen? Und die wird man nur mit Nein beantworten können, da er sich primär abstützt. Auch ist hier die Distanz zu kurz sodass er keine Möglichkeit hat, dass Handspiel zu verhindern. Daher kann man hier weder Absicht noch Vorsatz unterstellen kann. Korrekterweise auf den Punkt zeigte der einzige Schiedsrichter mit einem blonden Pferdeschwanz als Davie Selke mit hohem Tempo in den Strafraum ging und Lehmann in von den Beinen holte.  Zum Video.

Auf den Folgeplätzen vier und fünf landeten abgeschlagen Patrick Ittrich (10) und Christian Dingert mit 9 Stimmen.

IG-Schiedsrichter.de bedankt sich ganz herzlich für’s abstimmen!

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