Steinhaus ist Schiedsrichterin des 16. Spieltags!

Bibiana Steinhaus

Beim Voting des 16. Spieltages hat sich Bibiana Steinhaus aus Langenhagen mit 93 von 172 Zähler durchgesetzt.

Steinhaus pfiff in ihren erst vierten Bundesligaspiel gleich ein ganz besonderes. Das Baden-Württemberg-Derby TSG 1899 Hoffenheim gegen VfB Stuttgart (1:0). Erstaunlicherweise legte Sie die Zweikämpfe zu unterschiedlich aus, wie bei den Duellen Christian Gentner gegen gegen Mark Uth in der 10. Minute. Uth lag in der Stuttgarter Hälfte , der VfB aber hatte weitergespielt. Bibi hatte nach einigen Sekunden ein Einsehen und unterbrach das Spiel. Auch der Zweikampf zwischen Kaderabek gegen Insua in Minute 36 kann man durchaus mal abpfeifen.

Zehn Minuten nach der Halbzeit wütende Proteste der Hoffenheimer. Benjamin Hübner ging nach einer Hereingabe in den Strafraum zu Boden. Steinhaus winkte ab und zeigte Abstoß an. Das Spiel wird – wie von Steinhaus entschieden – mit Abstoß für den VfB fortgeführt. Nur drei Minuten später eine Rudelbildung! Gentner ging plötzlich im Rücken von Steinhaus zu Boden. Der VfB-Kapitän hatte Geiger den Ball aus der Hand nehmen wollen, um das Spiel schnell fortzusetzen. Der Hoffenheimer wehrte sich und trifft Gentner mit der Hand leicht an der Gesichtsmaske. Steinhaus beruhigte die Gemüter, dann wurde das Spiel ohne Karte fortgesetzt. Das ging auch in Ordnung so. Völlig zurecht anullierte Sie dann das vorentscheidende 2:0 der Hoffenheimer . Es müssen zwei Spieler des Gegners hinter dem gespielten Pass sein. Da hier nur noch ein Spieler in der Nähe war, ist es Abseits!

Auf Platz zwei landete Deniz Aytekin aus Oberasbach  bei der Partie SC Freiburg gegen Borussia Mönchengladbach (1:0) mit einer souveränen Spielleitung und guten Zweikampfbewertung. Nach einem Laufduell mit Vestergaard ging Nils Petersen zu Boden. Aytekin ließ weiterspielen. Der Videobeweis wurde angefordert, um die Szene zu klären. Nach Begutachtung der TV-Bilder wurde nun doch auf Strafstoß entschieden. Vestergaard hatte Petersen leicht am Fuß erwischt und ihn so zu Fall gebracht. Der Elfmeter per Videobeweis war korrekt, der lange Entscheidungsprozess aber nicht ideal (Hier zum Video).

Mit 14 Stimmen belegte Sven Jablonski aus Bremen den ersten Platz des kleinen Mannes bei der Partie des FC Schalke gegen den FC Augsburg der bei den kniffligen Elfmeterentscheidungen richtig lag. Eine gute Gesamtleistung.

So wie die beiden Strafstöße, die der Unparteiische Sven Jablonski, teilweise in Kooperation mit seinem Video-Assistenten Bastian Dankert, am Mittwochabend in der Partie zwischen dem FC Schalke 04 und dem FC Augsburg (3:2) innerhalb von vier Minuten gab. Der erste davon stellte eine ganz besondere Herausforderung dar. Nach 78 Minuten versprang dem Schalker Matija Nastasic im eigenen Strafraum der Ball bei der Annahme nach einer Flanke der Gäste. Dadurch kam der Augsburger Michael Gregoritsch in den Besitz der Kugel und hatte die große Chance auf einen Treffer. Doch dann setzte Bastian Oczipka zum Tackling an, Gregoritsch fiel, die Tormöglichkeit war dahin. War es ein Foul? Oder doch eine regelkonforme Rettungsaktion?

Warum Hitz zu Recht nicht Gelb-Rot sah

Auch das war völlig korrekt. Zwar handelte es sich um eine „Notbremse“, aber eine solche wird seit dem Sommer 2016, wenn sie im Strafraum im Kampf um den Ball geschieht, nur noch mit einer Verwarnung bestraft statt mit einer Roten Karte. Der Gefoulte selbst verwandelte den Elfmeter zum 2:2. Vier Minuten später zog der Schalker Amine Harit im Strafraum der Gäste mit dem Ball seitlich an Torhüter Marwin Hitz vorbei. Der Augsburger Schlussmann warf sich Harit in den Weg und traf ihn dabei am Fuß. Diesmal zeigte der Unparteiische sofort auf den Elfmeterpunkt – eine zumindest vertretbare und in keinem Fall eindeutig falsche Entscheidung, weshalb Video-Assistent Dankert auch nicht intervenierte.

Nicht wenige wunderten sich allerdings darüber, dass der bereits verwarnte Hitz nach diesem Foulspiel nicht mit der Gelb-Roten Karte vom Feld geschickt wurde. Doch auch das war richtig: Bei seinem Rettungsversuch hatte sich der Torhüter, wie zuvor Oczipka auf der anderen Seite, zum Ball orientiert. Wäre Hitz‘ Foul eine „Notbremse“ gewesen, dann hätte er eine weitere Verwarnung – und damit Gelb-Rot – bekommen müssen. Auf der Torlinie stand jedoch der Augsburger Martin Hinteregger, der einen Torschuss von Harit aus spitzem Winkel, zu dem es ohne das Foul höchstwahrscheinlich gekommen wäre, noch hätte klären können.

Somit hatte Marwin Hitz, regeltechnisch gesehen, nur einen aussichtsreichen Angriff der Hausherren mit unfairen Mitteln vereitelt. Für dieses Vergehen gibt es seit Beginn dieser Saison jedoch keine Verwarnung mehr, wenn es im Strafraum im Kampf um den Ball geschieht. Deshalb durfte der Keeper weiterspielen. Gegen den Elfmeter von Daniel Caligiuri war er allerdings machtlos (Zum Video).

IG-Schiedsrichter.de bedankt sich für’s abstimmen!

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