Nürnberg ist dem Ziel ganz nah

Für Nürnberg ist die Bundesliga-Rückkehr nach dem Sieg gegen Braunschweig greifbar. Nur weil Kiel zuvor Ingolstadt abgeschossen hatte, ist der Club-Aufstieg noch nicht perfekt. Duisburg bremste zugleich die Euphorie des Jahn und der FCH atmet auf. Kaiserslautern steht als erster Absteiger aus der 2. Liga fest, Düsseldorf als erster Aufsteiger in die Bundesliga. Derweil gelang sowohl St. Pauli als auch Darmstadt im Abstiegskampf ein Befreiungsschlag.

Früh im Spiel hat Felix Zwayer in Sachen persönlichen Strafen ein Zeichen gesetzt und verwarnte bereits nach 15 Minuten Eduard Löwen. Der Linksverteidiger rutschte mit offener Sohle und ohne Rücksicht auf Verluste in Becker hinein. Die Gelbe Karte war deswegen korrekt, und nicht „glatt Rot“, da der Spieler mit dem gestreckten Bein den gegnerischen Fuß nur streifte und es nicht zu einem Volltreffer mit offener Sohle gekommen ist.

Vier Minuten später vertendelte Margreitter die Kugel an der rechten Seitenlinie gegen Hochscheidt. Der Österreicher hatte Glück, dass Zwayer auf Offensivfoul entschied und dieser kurze Aussetzer keine Folgen hatte.  Nach knapp einer halben Stunde sah dann auch Quirin Moll diese erste Verwarnung. Der Braunschweiger Sechser zog in einem Zweikampf mit Petrák voll durch und verdiente sich so die erste Gelbe Karte eines BTSV-Akteurs in dieser Partie.

Eine Minute vor der Pause erzielte Ondrej Pedrak das längst überfällige 1:0 für den Club. Braunschweig klärte eine Ecke unzureichend in den Rückraum. Dort hatte Petrák ganz viel Zeit, nahm die Kugel einmal an und zirkelte den Ball aus 20 Metern ins lange Eck. Zwei Nürnberger duckten sich noch weg, so sah Fejzić die Kugel sehr spät und konnte nicht mehr reagieren. Braunschweigs Trainer Lieberknecht reklamierte eine vermeintliche Abseitsposition, war aber alles in Ordnung.

Die Löwen liefen in einen Konter. Erst legte Boland den schnelleren Leibold, dann schubste Teigl Möhwald von hinten. Weder das eine, noch das andere Vergehen bestrafte Zwayer mit einer Gelben Karte – sehr zum Unmut der Nürnberger Bank. Und das verstehe ich nicht. Er hat für ein ähnliches Vergehen weit in der eigenen Braunschweiger Hälfte den Vorteil gegeben, wenig später ein ähnliches Foulspiel im Mittelfeld beließ er bei einer Ermahnung. Da muss er Gelb zeigen!

Wenig später trat Mühl kurz vor dem eigenen Sechzehner über den Ball. Das brachte Zuck ins Spiel, der aber über den nun am Boden liegenden Nürnberger Innenverteidiger stolperte und im Straucheln die Hand am Ball hat. Freistoß war dann die richtige Entscheidung. Dann doch noch die erste Verwarnung in der 2. Minute der Nachspielzeit. Tingager senst Leibold von der Seite um.

Fazit: Für mich teilweise zu großzügig, nicht immer gleichbleibend in der Zweikampfbewertung aber alles in allem ohne größere Fehler!

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