Schiedsrichter im Mittelpunkt: Auswertung strittiger Szenen

Auch am Wochenende standen die Schiedsrichter im Mittelpunkt. Sie müssen 22 Spieler im Auge behalten und haben keine Zeitlupe für strittige Szenen. Wir nehmen einige Entscheidungen vom Wochenende des 38. Spieltages der 3. Liga noch einmal unter die Lupe. 🔍

Karlsruher SC 2:3 FC Carl Zeiss Jena (SR: Florian Badstübner)

In der 57. Minute ein Zweikampf von KSC-Spieler Thiede gegen Jan Löhmannsröben. Schiedsrichter Florian Badstübner entschied auf Freistoß auf der rechten Außenbahn für den KSC (im Video ab 3:15).

IG-Schiedsrichter: Foul vor dem Elfmeter: Kein Foulspiel! Der Jena-Spieler sprang hier im Kampf um den Ball sauber nach oben, ohne dabei seinen Ellenbogen einzusetzen und traf am Ende das, was er treffen wollte – nur den Ball. Fehlentscheidung des Schiedsrichters.

Der darauffolgende (unberechtigte) Freistoß hatte Folgen. Jena-Keeper Koopens mit dem langen Bein gegen Fink. Der Unparteiische zeigte auf den Punkt (im Video ab 3:36).

IG-Schiedsrichter: Hier ist dann der Strafstoß korrekt. Anton Fink wurde am linken Fuß durch die Grätsche des Torwarts getroffen und ging dadurch zu Boden. Eine persönliche Strafe ist hier nicht erforderlich, da kein Zug zum Tor bestand und somit das Vergehen ballorientiert ist. Bitter, dass der Schiedsrichter hier den Freistoß pfeift, den es eigentlich nicht geben dürfte, denn dann wäre es auch nicht zu der Strafraumsituation gekommen.

In der 80. Minute beförderte Jenas Mauer den Ball in Richtung Dominik Bock, der keine Mühe hatte zum 3:2-Siegtreffer für Carl Zeiss zu verwandeln (im Video ab 4:20).

IG-Schiedsrichter: Kein Abseits. Hier ist zu erkennen, dass im letzten Moment einer der Verteidiger den Ball durch einen Spreizschritt weiterleitet und somit eine aktive Bewegung zum Ball gemacht hat, weshalb die Strafbarkeit der Abseitsposition von Jena entfällt und das Tor korrekt ist. Wenn das der Assistent gesehen hat, war das eine Weltklasseentscheidung. Grandios!

Fortuna Köln 2:4 SC Paderborn (SRin: Riem Hussein)

Der Kölner Hamdi-Dahmani mit einer flachen Eingabe in die Mitte auf Thomas Bröker, der nur noch einschieben musste. Doch der Treffer zählte aufgrund eine Abseitsposion nicht! (im Video ab 0:50).

IG-Schiedsrichter: Richtige Entscheidung des Assistenten. Hier befindet sich der Stürmer in einer strafbaren Abseitsposition. Die Torraumlinie hilft bei der Orientierung.

Dann der Aufreger des Tages: Sebastian Schonlau mit beiden Beinen gestreckt gegen den Paderborner. IG-Schiedsrichter: Hier ist die Entscheidung, Schonlau für das Foulspiel zu verwarnen, korrekt. Er kommt hier viel zu spät und grätscht von der Seite völlig rücksichtslos in seinen Gegner. In der anschließenden Rudelbildung hätte es noch für zwei Spieler der gegnerischen Mannschaft eine Verwarnung geben müssen, die aber leider ausblieb (im Video ab 3:33).

Nach einem Foul von Keeper Tim Boss an Michel ließ er es sich nicht nehmen und verwandelte mit seinem dritten Treffer sicher zur 4:2 (im Video ab 4:11).

IG-Schiedsrichter: Auch diese Entscheidung ist völlig richtig. Der Torwart grätscht hier von hinten Richtung Ball, trifft aber letztendlich nur seinen Gegenspieler, weshalb daraus folglich der Strafstoß zusammen mit der Verwarnung resultiert.

Werder Bremen II – SV Meppen (SR: Dr. Florian Kornblum)

Nach dem Seitenwechsel kamen die Gäste druckvoll aus der Pause: Bähre wurde im Sechzehner von Volkmer gelegt und Schiedsrichter Florian Kornblum zeigte auf den Punkt. Girth trat an und verwandelte den fälligen Strafstoß sicher zum Ausgleich (im Video ab 1:55).

IG-Schiedsrichter: Strafstoß korrekt. Volkmer bringt durch sein linkes, gestrecktes Bein seinen Gegenspieler zu Fall. Da er dadurch eine gute Möglichkeit für einen Torschuss verhindert, hätte er zudem verwarnt werden müssen.

 

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