Wohl kein Schiedsirchter des Jahres 2018 in Frankreich.

Frankreichs Skandal-Schiedsrichter Tony Chapron (46) sollte eine sonderbare Ehre zuteil werden. Der Referee hatte im April nach einem Zusammenprall mit einem Spieler nachgetreten.  

Die Unparteiischen aus der 1. und 2. Liga haben den Referee, der Mitte Januar im Punktspiel zwischen Paris St. Germain und dem FC Nantes nach einem Zusammenprall mit Gästespieler Diego Carlos gestürzt war und gegen den noch am Boden liegenden Profi mit gestrecktem Bein nachgetreten hatte, zum Schiedsrichter des Jahres gewählt. Aus Solidarität, wie es heißt.

Der Referee hatte Carlos auch noch die Gelb-Rote Karte wegen unsportlichen Verhaltens gezeigt. Nach seiner vorläufigen Suspendierung hatte sich Chapron entschuldigt, allerdings eine vorsätzliche Tätlichkeit bestritten. Chapron war dann für sechs Monate gesperrt worden.
Gewählt wurde er von den Mitgliedern der Schiedsrichtergewerkschaft nach unseren Informationen SICHER! (die Mitglieder sind Schiedsrichter von der ersten bis zur dritten französischen Liga). Dann hat sich die Schiedsrichter-Kommission eingemischt und gemeint, dass nicht Chapron den Preis erhalten soll, sondern der Zweitplatzierte, Clemént Turpin. Dieser hat allerdings abgelehnt. Daher wird nach unseren Informationen zufolge der Preis des besten Erstligaschiedsrichters NICHT verliehen. Dass Chapron von seinen Kollegen gewählt wurde, zeigt wie zerrüttet das Verhältnis der Schiedsrichter zur Chefetage ist.

Der Verband will die Entscheidung der französischen Schiedsrichter-Vereinigung nicht so einfach hinnehmen und noch eine Änderung des Abstimmungsergebnisses erwirken. Die Auszeichnung soll am 13. Mai in Paris stattfinden.

 

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