Kein WM-Tor ohne Videokontrolle

Bei der WM in Russland wird es kein Tor ohne stille Videokontrolle auf mögliches Abseits geben. Das sagte der FIFA-Schiedsrichterchef Massimo Busacca am Samstag in Moskau bei der Vorstellung des Kontrollraums für den erstmals bei einer WM angewandten Videobeweis.

FIFA-Schiedsrichterchef Massimo Busacca im Kontrollraum für Videobeweise bei der WM.

Die Video-Assistenz-Schiedsrichter werden bei der WM in Viererteams arbeiten, wie Busacca erklärte. Ein Referee werde aus dem Kontrollraum mit dem Schiri auf dem Spielfeld kommunizieren. Zwei Assistenten seien für das Auffinden und Bewerten strittiger Situationen aus diversen Blickwinkeln zuständig. Der vierte Referee agiere als Linienrichter.

Der Video Operations Room wird technisch geleitet vom Deutschen Johannes Holzmüller, der beim Fußball-Weltverband FIFA zuständig für technische Innovationen ist. Insgesamt nehmen an der Weltmeisterschaft in Russland insgesamt 13 Video-Assistenten teil, darunter mit Bastian Dankert und Felix Zwayer auch zwei Deutsche.

Das Sendezentrum IBC für die Fernsehübertragungen ist das technische Herzstück der WM, untergebracht auf dem Ausstellungsgelände Krokus Expo am westlichen Stadtrand von Moskau. Neben den zwölf Stadien sei es das 13. FIFA-Objekt, das für das Gelingen des Turniers nötig sei, sagte Infantino. «Wir wollen nicht nur den Fans hier in Russland ein Fußballfest schenken, sondern auch einem Milliardenpublikum in aller Welt», sagte Organisationschef Dworkowitsch über die Sendezentrale. [Quelle: dpa]

Erläuterungen der FIFA zum Videobeweis (auf englisch)

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