Aufregung in Köln

20. Februar 2018 0 Von Reiner Kuhn

Warum welches Szenario nicht möglich ist.

Abseitstore von Köln und zurückgenommenes Tor:

Markus Schmidt Entscheidung, die er auf Empfehlung des Videoassistenten Marco Fritz traf, war unzweifelhaft richtig, denn der Vorlagengeber Marcel Risse hatte, vom Schiedsrichterassistenten unbemerkt, einen halben Schritt im Abseits gestanden. Was den Kölner Missmut noch steigerte, war, dass der Assistent sich zuvor bereits zweimal bei Abseitsentscheidungen zu Ungunsten der Domstädter geirrt hatte, wodurch Simon Terodde und Simon Zoller um sehr gute Torchancen gebracht wurden. Anders als bei Pizarros Tor ließen sich diese Fehler allerdings nicht mithilfe des Videobeweises korrigieren.

Ein Abseitstor kann mithilfe des Videobeweises zurückgenommen werden, eine falsche Abseitsentscheidung dagegen macht eine Tormöglichkeit unwiderruflich zunichte, denn die Chance lässt sich nicht wiederherstellen. Die Schiedsrichter sind deshalb eigentlich angewiesen, bei engen abseitsverdächtigen Situationen in Tornähe nicht sofort zu pfeifen, wenn der Assistent die Fahne hebt, sondern die Szene zu Ende spielen zu lassen und bei einem Torerfolg den Videoassistenten zu Rate zu ziehen.

Manch einer sagt dann sollen die Schiedsrichter-Assistenten die Fahne bei knappen Abseitspositionen unten lassen und auf Hilfe vom Video-Keller hoffen. Doch auch das ist nicht so einfach, denn wenn aus der folgenden Spielfortsetzung ein Freistoß oder Eckball wird darf der Video-Assistent nicht eingreifen. Das verbietet das IFAB-Protokoll. Das IFAB muss ist also hier gefordert und muss gegebenenfalls nachjustieren.

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