Schiedsrichter im Mittelpunkt: Auswertung strittiger Szenen – 11. Spieltag | 2. Bundesliga

Schiedsrichter im Mittelpunkt: Auswertung strittiger Szenen – 11. Spieltag | 2. Bundesliga

14. Dezember 2020 0 Von IG Schiedsrichter

Der zurückliegende Spieltag in der zweiten Liga war sehr fair. Die Schiedsrichter legten meist eine erfreuliche Linie an den Tag, griffen aber bei den wenigen Disziplinlosigkeiten konsequent ein.

SSV Jahn Regensburg 2:3 Holstein Kiel (SR: Dr. Robert Kampka)

Erik Wekesser drang in den Kieler Strafraum ein und kam dann zu Fall, doch Schiedsrichter Robert Kampka pfiff nicht. Wekesser vergriff sich danach im Ton und wurde verwarnt. Nachdem der Regensburger abgelaufen wurde und schon beinahe ins Toraus lief, kam er im Duell mit Joshua Mees sehr leicht zu Fall. Nachvollziehbar, das Spiel weiterlaufen zu lassen. [TV-Bilder]

1.FC Heidenheim 1:0 Hannover 96 (SR: Sven Waschitzki)

Dominik Kaiser grätschte und spielte den Ball, ehe er Tobias Mohr mit der Sohle am Knöchel traf. Schiedsrichter Sven Waschitzki zeigte die gelbe Karte. Vom Trefferbild her war hier eine Rote Karte möglich. Doch an Intensität mangelte es und Waschitzki entschied sofort auf Verwarnung. Dann ist dieser Einschätzung auch zu folgen und das fehlende Eingreifen von VAR Daniel Siebert als korrekt zu bewerten. [TV-Bilder]

SV Darmstadt 98 1:2 Hamburger SV (SR: Nicolas Winter)

Serdar Dursun spielte den Ball im eigenen Strafraum mit der deutlich angehobenen Hand, worauf Schiedsrichter Nicolas Winter sofort auf Strafstoß entschied. Das Handspiel war völlig unstrittig, aber Dursun reklamierte vehement, geschubst worden zu sein. Dem war auch so, allerdings durch den eigenen Mann. Der Elfmeterpfiff war also völlig korrekt. [TV-Bilder]

Der bereits verwarnte Patrick Herrmann verlor den Ball und säbelte dann Jeremy Dudziak ohne Chance auf den Ball um. Schiri Winter zeigte dem Darmstädter daraufhin die absolut eindeutige gelb-rote Karte. [TV-Bilder]

Karlsruher SC 1:2 Fortuna Düsseldorf (SR: Tobias Reichel)

Nach einer Hereingabe verfehlte Fortuna-Keeper Florian Kastenmeier den Ball und traf stattdessen mit den Fäusten Daniel Gordon. Schiedsrichter Tobias Reichel ließ zunächst weiterlaufen, erhielt dann aber ein Signal von VAR Frank Willenborg. Nach Ansicht der Bilder gab Reichel dann zu Recht den Strafstoß für Karlsruhe und die gelbe Karte für Kastenmeier. [TV-Bilder]

Nachdem Philipp Hofmann den Strafstoß verwandelte, schlug Kastenmeier völlig unnötig den Ball weit weg. Reichel zeigte dem Keeper dann absolut zu Recht eine selten kuriose gelb-rote Karte. Hier argumentieren mal wieder einige sehr leicht mit Fingerspitzengefühl, was erstens ein komplett inflationär verwendeter Begriff ist, der unnötige Aktionen erklären soll und zweitens die Schiedsrichter dieses Argument mit klarer Linie endlich aus dem Weg räumen sollten! [TV-Bilder]

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