Schiedsrichter im Mittelpunkt: Auswertung strittiger Szenen – 11. Spieltag | 3. Liga

Schiedsrichter im Mittelpunkt: Auswertung strittiger Szenen – 11. Spieltag | 3. Liga

7. Oktober 2019 0 Von IG Schiedsrichter

Mit dem Strafstoß für Münster und Jena sowie dem verweigerten Elfmeter für Duisburg im Nachholspiel gegen Meppen. Am 11. Spieltag der 3. Liga schauten wir uns die wenigen strittigen Situationen nochmal genauer an.

SpVgg Unterhaching 2:2 SC Preußen Münster (SR: Florian Lechner)

Elfmeter für Münster: Kevin Rodrigues zog mit viel Tempo von rechts in den Strafraum ein. Stephan Hain kam angerauscht und brachte ihn ungestüm zu Fall. Florian Lechner gab den Strafstoß. Rufat Dadashov blieb eiskalt und schob die Kugel in die linke Ecke, während Nico Mantl nach rechts flog  (TV-Bilder ab 2:35).

IG-Schiedsrichter: Das ist ein total unnötiges Einsteigen von Hachings erfahrenen Staphan Hain, der den Gästen aus Münster einen berechten Strafstoß bescherte. Auf der rechten Seite des Strafraums lief Rodrigues mit dem Ball Richtung Tor und plötzlich setzte der ehemalige Stürmer zur Grätsche an und zog seinem Gegner plötzlich das Bein weg. Ohne zu zögern gab Florian Lechner den Strafstoß.

FC Kaiserslautern 3:1 FC Carl Zeiss Jena (SR: Tobias Reichel)

In der 5. Minute steckte der Jenaer mustergültig auf Teamkollegen Gabriele, Lauterns Schlussmann stoppte ihn regelwidrig und Reichel zeigte sofort auf den Punkt (TV-Bilder ab 0:33 Minute)

IG-Schiedsrichter: Ein Traumpass in die Schnittstelle erreichte Jenas , der den Ball am Keeper vorbeilegen wollte, um so auf das leere Tore zu schießen. Lennart Grill kam einen tick zu spät und brachte den Keeper zu Fall. Aufgrund der ballorientierten Aktion ist hier die Verwarnung für den Keeper korrekt. Der Strafstoß ist natürlich ebenfalls berechtigt.

Nachholspiel MSV Duisburg 1:3 SV Meppen (SR: Florian Exner)

In der 35. forderten die Duisburger Strafstoß. Daschner rutschte völlig übermotiviert seitlich in Komenda hinein, verfehlte den Ball augenscheinlich. Referee Exner ließ weiterspielen (TV-Bilder ab 2:00 Minuten).

IG-Schiedsrichter: Man muss da schon alles aufbieten, vergrößern und genau hineinschauen, dann sieht man aber in der Zeitlupe, dass da kein Kontakt vorgelegen hat. Das Einsteigen ist daher als nicht strafbar zu bewerten. Der Duisburger sieht die Grätsche und kam dann ohne Kontakt zu Fall. Das ist definitiv kein Strafstoß und weiterspielen die richtige Entscheidung des Unparteiischen. Das hat Exner wirklich exzellent gesehen, war auch nicht so einfach.

 

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