Strittige Szenen bei Duisburg gegen Osnabrück

Strittige Szenen bei Duisburg gegen Osnabrück

2. Februar 2022 0 Von Reiner Kuhn

[fs] Nach dem vermeintlichen Rassismusvorfall und dem damit verbundenen Spielabbruch wurde das 3. Ligaspiel zwischen dem MSV Duisburg und dem VfL Osnabrück wiederholt. Erneut hieß der Schiedsrichter Nicolas Winter, der in einem turbulenten Spiel viel zu tun hatte, aber dabei auch oft daneben lag.

MSV Duisburg 3:6 VfL Osnabrück (SR: Nicolas Winter)

Aaron Opoku leitete einen Ball per Kopf an Marc Heider, welcher dann für Torschütze Sebastian Klaas auflegte. Heider stand bei der Kopfballweiterleitung von Opoku allerdings im Abseits, ohne dass dies von Assistent Luca Schlosser bemerkt wurde. Das 0:1 war damit leider irregulär. [TV-Bilder – ab 38:45 Minute]

Klaas legte wenig später für Heider auf, der zum vermeintlichen 1:2 einschob. Dieses Mal hob Assistent Schlosser allerdings die Fahne und signalisierte eine Abseitsposition des Torschützen. Nach den zur Verfügung stehenden Bildern müssen wir allerdings auch hier festhalten, dass die Entscheidung falsch war. Heider befand sich auf gleicher Höhe mit dem vorletzten Abwehrspieler. [TV-Bilder – ab 35:55 Minute]

Der Osnabrücker grätschte in den Ball, wobei der Arm bei Kontakt mit dem Ball die Körperfläche vergrößerte. Man hat damit schon Argumente für ein Handspiel, auch wenn man im Strafraum schon Probleme hätte, einen Strafstoß zu sehen. In dieser Position war es aber eine gute Gelegenheit, einen cleveren, taktischen Pfiff einzustreuen. [TV-Bilder – ab 34:18 Minute]

Julian Hettwer ließ im eigenen Strafraum das Bein stehen, als Ba-Muaka Simakala die Richtung wechselte. Der Osnabrücker fiel über das Bein, die Pfeife von Schiedsrichter Winter blieb allerdings stumm. Erneut falsch, denn es lag ein klar strafbares Fußfoul vor und es hätte Strafstoß für Osnabrück geben müssen. [TV-Bilder – ab 1:42:45 Minute]

Marvin Knoll foulte Ulrich Bapoh im Duisburger Strafraum, der Ball lief allerdings weiter zu Lukas Kunze, der zum 3:5 einschob. Damit war das Foulspiel irrelevant, da der Vorteil gut abgewartet wurde. Torwart Jo Coppens beschwerte sich im Nachhinein, da hinter ihm ein zweiter Ball im Spielfeld lag. Dieser behinderte allerdings keinen der beteiligten Spieler, sodass es richtig war, das Spiel weiterlaufen zu lassen. [TV-Bilder – ab 2:08:15 Minute]

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