Schiedsrichter im Mittelpunkt: Auswertung strittiger Szenen – 35. Spieltag | 3. Liga

Schiedsrichter im Mittelpunkt: Auswertung strittiger Szenen – 35. Spieltag | 3. Liga

26. April 2022 0 Von Reiner Kuhn

[fs] Bereits am Freitag wurde es in der 3. Liga hitzig. Bis auf einen „Rückpass“, der keiner war, kann man dahinter aber einen Haken machen. Einige Strafraumduelle wurden in den restlichen Spielen korrekt bewertet, vor einem Strafstoß gab es aber ein Handspiel. Zudem ein fehlender Platzverweis. Unsere Analyse:

SV Wehen Wiesbaden 2:1 1.FC Kaiserslautern (SR: Florian Badstübner)

Gino Fechner sprang im eigenen Strafraum mit schlechtem Timing ins Kopfballduell und erwischte dabei Daniel Hanslik mit der Schulter im Gesicht. Schiedsrichter Florian Badstübner gab Strafstoß für Kaiserslautern. Vertretbare Entscheidung bei diesem misslungenen Kopfballduell ein Foulspiel zu ahnden. [TV-Bilder – ab 01:00 Minute]

Bjarke Jacobsen stolperte in einen Ball, den der eigene Torhüter dann mit den Händen aufnahm. Schiedsrichter Badstübner gab einen indirekten Freistoß für Kaiserslautern. Das war die falsche Entscheidung, da ein vom Schienbein des Verteidiger unkontrolliert wegspringender Ball niemals ein kontrolliertes Zuspiel darstellen kann. [TV-Bilder – ab 02:10 Minute]

MSV Duisburg 0:6 TSV 1860 München (SR: Robert Schröder)

Marvin Bakalorz ließ sich von Stefan Lex, welcher dann clever verlangsamte und sich umrempeln ließ. Schiedsrichter Robert Schröder pfiff den harten, aber vertretbaren Strafstoß für die Löwen, zudem es allerdings nicht hätte kommen dürfen, da Leandro Morgalla den Angriff einleitete, indem er einen Ball mit dem Oberarm stoppte und damit ein strafbares Handspiel beging. [TV-Bilder – ab 01:15 Minute]

VfL Osnabrück 1:2 SC Verl (SR: Patrick Ittrich)

Jesper Verlaat ging im eigenen Strafraum in einen körperbetonten Zweikampf mit Marc Heider, worauf der Osnabrücker zu Boden ging und einen Strafstoß forderte. Schiedsrichter Patrick Ittrich ließ allerdings weiterlaufen, was auch komplett nachvollziehbar war. Es lag weder ein strafbares Halten, noch ein Fußkontakt vor, sodass es zurecht keinen Strafstoß gab. [TV-Bilder – ab 01:44:00)

1.FC Saarbrücken 1:2 SC Verl (SR: Wolfgang Haslberger)

Justin Steinkötter schob sich vor Barne Pernot und ließ sich fallen. Dann folgte ein Kontakt durch den Verler, den Schiedsrichter Wolfgang Haslberger allerdings als nicht strafwürdig bewertete. Dieser Bewertung können wir folgen, da sich der Saarbrücker einfach schon in der Luft befand und damit zu viel zur Situation beitrug, als dass man ihn hier mit einem Strafstoß belohnen sollte. [TV-Bilder – ab 02:30 Minute]

Borussia Dortmund II 0:0 Hallescher FC (SR: Steven Greif)

Jannes Vollert bekam den Ball im eigenen Strafraum an den vor den Körper gezogenen Arm. Schiedsrichter Steven Greif gab nur einen Eckball und lag damit auch richtig. Der Hallenser vergrößerte bei dem Handspiel seine Körperfläche nicht und agierte damit nicht strafbar. [TV-Bilder – ab 01:24:00 Minute]

TSV Havelse 1:0 SC Freiburg II (SR: Mario Hildenbrand)

Der bereits verwarnte Robert Wagner grätschte gegen zwei Havelser und erwischte Leonardo Gubinelli dabei schmerzhaft am Knöchel. Schiedsrichter Mario Hildenbrand zeigte sich großzügig und beließ es bei einer letzten Ermahnung für den Freiburger. Allerdings hätte es hier aufgrund der Intensität des Einsteigens die gelb-rote Karte geben müssen. [TV-Bilder – ab 01:55:00 Minute]

Würzburger Kickers 3:0 Viktoria Berlin (SR: Dr. Robin Braun)

Dennis Waidner erkämpfte sich einen Ball an der Berliner Grundlinie im Duell mit Brooklyn Ezeh mit fairen Mitteln, ehe dann der Versuch des Berliners, den Ball zurückzuerobern, mit einem Beinstellen und dem Strafstoßpfiff von Schiedsrichter Dr. Robin Braun endete. Korrekte Entscheidung des Unparteiischen! [TV-Bilder – ab 02:00 Minute]

[Von: Felix Stark/fs]

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