Schiedsrichter im Mittelpunkt: Auswertung strittiger Szenen – 34. Spieltag | 3. Liga

Schiedsrichter im Mittelpunkt: Auswertung strittiger Szenen – 34. Spieltag | 3. Liga

27. April 2021 0 Von IG Schiedsrichter

In der 3. Liga waren am vergangenen Wochenende einige höherklassige Schiedsrichter im Einsatz. Unter anderem wurde das Kellerduell in Kaiserslautern souverän geleitet, während dem Gespann in Ingolstadt ein grober Wahrnehmungsfehler unterlief.

Von: Felix Stark; diese Analyse stellte die erlebte Sicht des Autors dar. 

1.FC Kaiserslautern 3:2 SpVgg Unterhaching (SR: Sören Storks)

Kevin Sessa wurde an der Strafraumkante klar gefoult, weshalb Schiedsrichter Sören Storks auf Strafstoß für Kaiserslautern entschied. Assistent Dennis Meinhardt teilte ihm dann allerdings mit, dass sich das Vergehen außerhalb des Strafraumes ereignete und so gab es nur den Freistoß. Richtige Entscheidung und gute Zusammenarbeit! [TV-Bilder – ab 55:00)

Felix Göttlicher zog Elias Huth an der Schulter, worauf Storks Strafstoß für Kaiserslautern gab. Kein schwerwiegendes Vergehen, aber am Ende doch eine ausreichende Einladung für einen Strafstoß, der dann so auch in Ordnung ging. [TV-Bilder – ab 03:30 Minute]

FC Ingolstadt 04 3:2 FSV Zwickau (SR: Markus Schmidt)

Nach einer Ingolstädter Ecke wurde Justin Butler von Jozo Stanic an der Schulter zu Boden gezogen, einen Strafstoßpfiff von Schiedsrichter Markus Schmidt gab es hierfür nicht. Diesen hätte es aber geben müssen, denn das Ziehen war eindeutig strafstoßwürdig und kann auch nicht mit der langen Leine des Gespannes begründet werden. [TV-Bilder – ab 00:55 Minute]

Davy Frick brachte Justin Butler per Beinstellen zu Fall und sah hierfür die gelbe Karte. Etwas unverständlich, dass von Oliver Heirler, dem Kommentator des Spiels, hier eine Menge Unwissenheit ins Spiel gebracht wurde, denn Davy Frick war „letzter Mann“. Das ist aber genauso wenig eine Regel, wie das Vergehen „Notbremse“ heißt. Hierzu ist Zug zum Tor und nicht zur Eckfahne notwendig! Klar korrekte Entscheidung, Frick hier die gelbe Karte zu zeigen! [TV-Bilder – ab 02:15 Minute]

Äußerst unglückliche Aussage

Bastian Strietzel bekam den Ball im eigenen Strafraum an den Oberschenkel. Schmidt entschied dennoch auf Strafstoß wegen eines vermeintlich strafbaren Handspiels. An dieser Stelle ein böser Wahrnehmungsfehler des Referees. Im Interview bei „Magenta Sport“ verriet FSV Coach Enochs, dass Niklas Dardenne gesagt hat, dass sich der Assistent geäußert hat. [TV-Bilder – ab 03:15 Minute]

Äußerst unglücklich war auch die Aussage von Assistent Niklas Dardenne, der in unmittelbarer Nähe zur Situation stand und dem Zwickauer Trainer danach sagte, er „ich hätte den Strafstoß nicht gegeben„, was der Coach im Anschluss bei „Magenta Sport“ bestätigte. Man sollte hier als Team handeln und entweder sofort entscheiden eingreifen, oder gar nichts sagen. So war es eine sehr unglückliche Außendarstellung des Gespannes.

SV Waldhof Mannheim 0:2 TSV 1860 München (SR: Lars Erbst)

Jan-Hendrik Marx rutschte von hinten in Erik Hallig hinein und traf diesen dabei mit der Sohle an der Wade. Schiedsrichter Lars Erbst zeigte dem Mannheimer hierfür die glatt rote Karte. Nachvollziehbare Entscheidung, da er ihn mit der Sohle in die Wade reinhakte. Zwar war es nicht gestreckt, aber Rot kann man geben, muss es aber nicht. Eventuell ereignete sich in der folgenden größeren Rudelbildung noch etwas anderes von Seiten des Mannheimers, was aber nicht zweifelsfrei festzustellen ist, aber durchaus denkbar ist, da die Rote Karte erst danach gegeben wurde. [TV-Bilder – ab 03:10 Minute]

Dynamo Dresden 0:3 Hallescher FC (SR: Dr. Max Burda)

Braydon Manu schoss aufs Tor und scheiterte an Torhüter Kevin Broll. Den Abpraller verwandelte Anastasios Papadopoulos zur Hallenser Führung, stand aber beim Schuss von Manu im Abseits. Somit hätte das Tor nicht zählen dürfen. [TV-Bilder – ab 00:45 Minute]

SV Wehen Wiesbaden 0:3 MSV Duisburg (SR: Patrick Hanslbauer)

Lukas Scepanik grätschte im eigenen Strafraum gegen Paterson Chato und traf dabei weder Ball, noch erkennbar den Gegner. Richtig von Schiedsrichter Patrick Hanslbauer, hier keinen Strafstoß für Wiesbaden zu geben. [TV-Bilder – ab 01:00 Minute]

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