Schiedsrichter im Mittelpunkt: Auswertung strittiger Szenen – 7. Spieltag | 2. Liga

Schiedsrichter im Mittelpunkt: Auswertung strittiger Szenen – 7. Spieltag | 2. Liga

24. September 2019 0 Von IG Schiedsrichter

Mit einem nichtgegebenen Strafstoß für Stuttgart, der Gelben Karte für Fürths Senguin und der Roten Karte für Wehens Röcker. Am 7. Spieltag der 2. Bundesliga schauten wir uns aus den gesehenen Highlights drei Situationen nochmal genauer an.

VfB Stuttgart 2:0 SpVgg Greuther Fürth (SR: Sören Storks)

Kurz vor der Pause stand der Schiedsrichter im Zentrum der Kritik. Nach einer Gonzalez-Flanke von links nahm Didavi aus halbrechten 13 Metern ab. Der Ball sprang Mavraj an den ausgestreckten Arm. Referee Storks hatte jedoch keine Strafbarkeit erkannt und auch der Video-Assistent griff nicht ein. Aus unserer Sicht ist das ein strafbares Handspiel und es hätte Handelfmeter für Stuttgart und die Gelbe Karte geben müssen. Somit liegt hier eine Fehlentscheidung vor. Der Arm ist abgespreizt, vom Körper weg und er verhindert einen Torschuss. Das einzige was gegen den Pfiff spricht ist, dass der Arm nicht unter Spannung steht. Das erkennt man daran, dass der Arm nicht nach hinten wegschwingt. Das ist ein möglicher Grund warum hier der Video-Assistent nicht interveniert hat und somit hätte es den Elfmeter für Stuttgart wegen absichtlichen Handspiels geben müssen (Videobilder ab 1:52 Minute).

Sören Storks blieb hinsichtlich Gelber Karten zurückhalten obwohl es einige härtere Vergehen bei erhöhten Tempo gab. In der 71. Minute packte Paul Senguin gegen Stuttgarts Gonzalez einen Tritt aus, der definitiv nicht für den Ball bestimmt war. Der Ex-Wolfsburger war mit Gelb noch gut bedient. Aber dadurch das er ihn nur mit dem gestreckten Schienbein traf und nicht mit der offenen Sohle ist Gelb dann noch die aus unserer Sicht richtige Entscheidung (Videobilder ab 2:25 Minute).

SV Wehen Wiesbaden 2:5 DSC Arminia Bielefeld (SR: Patrick Alt)

Elfmeter für Bielefeld: Ein langer Ball von Ortega hebelte die SVWW-Abwehr komplett aus und Klos war erneut frei durch. Benedikt Röcker hatte keine Wahl mehr und drückte Klos als letzter Mann zu Boden. Folgerichtig gab der Referee den Strafstoß, der Sünder blieb verletzt am Boden liegen und musste mit einer Trage abtransportiert werden und erhielt auf der Trage liegend die für die Notbremse vorgesehene Rote Karte. Es ist ein absolutes No-Go und verbietet der Respekt des verletzten Spielers einem am Boden oder auf einer Trage verletzt liegenden Spieler eine Personalstrafe gleich welcher Art zu geben. Hier wäre es besser gewesen, die Karte über den Kapitän mit einem klaren Fingerzeig auf den verletzten Spieler zu übermitteln. In jeder Beobachtung würde man hier einen Punktabzug bekommen (Videobilder ab 2:52 Minute).

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