Fußballfest an der Castropper Straße

Fußballfest an der Castropper Straße

12. Februar 2022 0 Von Reiner Kuhn

Der FC Bayern verlor mit 2:4 beim VfL Bochum über das gesamte Spiel verdient. In Frankfurt holte Kruse einen Videobeweis-Elfer heraus, die Freiburger hatten erneut Pech mit dem Schiedsrichter und in Gladbach kam Martin Thomsen unverhofft zu seinem Debüt. Unsere Einschätzungen der Sky-Konferenz.

Eintracht Frankfurt 0:2 VfL Wolfsburg (SR: Frank Willenborg)

Der erste Aufreger der Konferenz spielte sich in Frankfurt. Kruse wollte am linken Strafraumrand nach innen ziehen und fiel nach einem Kontakt mit Hinteregger zu Boden. Schiedsrichter Willenborg gab zunächst Freistoß aus gefährlicher Position, doch Video-Assistent Benjamin Brand schaltete sich ein und prüfte die Situation ob das Vergehen innerhalb oder außerhalb des Strafraums war. Nach einigen Minuten gab es Strafstoß für die Wölfe den letztlich Max Kruse zur 1:0-Führung verwandelte. Ich denke, der Elfmeter war korrekt, da dass Vergehen wohl auf der Sechzehnerlinie stattfand, auch wenn dies die TV-Bilder nur schwer auflösen konnten.

VfL Bochum 4:2 FC Bayern München (SR: Robert Schröder)

In Bochum erlebte der Rekordmeister etwas historisches. Zur Pause lag der Rekordmeister bereits mit 1:4 hinten. Zwar brachte Robert Lewandowski die Münchner in Führung. Zunächst verlagerte Coman nach einem langen Ball von Kimmich am Strafraum das Geschehen nach rechts zu Müller. Coman bekam den Ball zurück und legte links im Strafraum per Flugkopfball quer, wo der Pole das Leder klasse verarbeiten konnte und aus kürzester Distanz an Esser vorbei zur Führung traf. Zwar wurde die Vorarbeit als passives Abseits gewertet, doch für mich war es eine aktive Abseitsstellung am Strafraum von Lewandowski. Der Treffer für die Bayern hätte wohl nicht zählen dürfen.

Beim 2:1 von Locadia entschied Robert Schröder vollkommen korrekt auf Handelfmeter für Bochum. Nach einem langen Ball wollte Rexhbecaj eingesprungen in die Mitte passen. Doch Upamecanos Arm auf der linken Sechzehnerlinie blockte den Ball mit dem seitlich vom Körper ausgestreckten Arm. Dieser befand sich im Strafraum, sodass Schiedsrichter Schröder sofort auf den Punkt zeigte.

SC Freiburg 1:1 1. FSV Mainz 05 (SR: Deniz Aytekin)

Aarons Flanke flog in den Fünfmeterraum, Flekken wehrte den Kopfball von Dominik Kohr ab, den Abpraller beförderte Alexander Hack aus kürzester Distanz über die Linie. Der Treffer hielt auch die VAR-Überprüfung durch Sascha Stegemann stand. Zu Unrecht. Hack stand bei der Vorarbeit näher zur Torlinie als der vorletzte Abwehrspieler. Aus meiner Sicht hätte die verdiente Mainzer Führung nicht nicht zählen dürfen.

Neun Minuten vor dem Ende drang über links Grifo in den gegnerischen Strafraum ein. Widmer ging von hinten leicht zupfend zu Werke. Für Schiedsrichter Aytekin reichte der Zupfer nicht für einen Elfmeter aus. Wenn man aber die Zeitlupe aus der Hintorkamera sah, sah es schon aus, als ob da unten am Fuß ein Tritt war. Sascha Stegemann hätte hier durchaus Aytekin in die Review Area schicken können, um dann möglicherweise auf Strafstoß zu entscheiden.

SpVgg Greuther Fürth 2:1 Hertha BSC (SR: Daniel Schlager)

In der 69. Minute entschied Schiedsrichter Schlager sofort auf Handelfmeter für das Kleeblatt. Meyerhöfer wartete nach einem Konter lange mit der Flanke, der Ball ging dann an den ausgestreckten Arm.- Der Arm ist ein Stück vom Körper, aber aus kurzer Distanz. Ähnlich wie beim Elfmeter in Bochum haben sie scheinbar eine gleichbleibende Linie verordnet bekommen. Der Strafstoß für Fürth ist nach den Regeln vertretbar.

Borussia Mönchengladbach 3:2 FC Augsburg (SR: Dr. Martin Thomsen)

Bis auf den Schiriwechsel vor der Partie, als sich Tobias Welz beim Aufwärmen verletzte und Dr. Martin Thomsen übernommen hat, gab es hier im Verlaufe der Konferenz keine nennenswerte Szenen. Für den Mann aus Kleve war es laut DFB-Webseite sein Bundesliga-Debüt.

 

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