Hochverdient! Bayern gewinnen gegen Wolfsburg, „Lewa“ mit Rekordtreffer

Hochverdient! Bayern gewinnen gegen Wolfsburg, „Lewa“ mit Rekordtreffer

18. Dezember 2021 1 Von IG Schiedsrichter

Der Herbstmeister FC Bayern München hat es im 400. Bundesligaspiel von Thomas Müller zum Jahresabschluss gegen den Krisenclub VfL Wolfsburg noch einmal krachen lassen.

Mit der Regeldurchsetzung wurde ein Unparteiischengespann an die Isar geschickt, das von Tobias Welz aus Wiesbaden angeführt wurde. Bei seinem 112. Einsatz in der Beletage des deutschen Fußballs wurde der Hesse von Eduard Beitinger und Jonas Weickenmeier, sowie dem Dr. Matthias Jöllenbeck als vierten Offiziellen unterstützt. Diensthabende Video-Assistenten waren Tobias Stieler und Thomas Stein.

In den ersten Minuten war Vollgasfußball bei den Bayern angesagt. Extremes Gegenpressing, früher Druck auf den Gegner. Ein ungestümer Einsatz und Foul an Robert Lewandowski brachte in der 7. Minute einen Freistoß aus halblinker Position. Die Hereingabe konnten die Wölfe zwar noch halbwegs klären, doch der Ball landete direkt bei Serge Gnabry. Der suchte direkt den Abschluss, den Koen Casteels nach vorne abklatschen lies, wo dann letztendlich Thomas Müller in seinem 400. Spiel für die Bayern das frühe 1:0 erzielte.

Das erste nennenswerte Foul der Bayern ereignete sich in der 19. Minute durch Marc Roca. Im Mittelfeld kam der Münchner deutlich zu spät und traf seinen Gegner dann am linken Fuß. Glück für Roca, dass es wirklich nur ein minimalen Kontakt gab, sonst reden wir hier bereits früh über die erste gelbe Karte.

Richtig lag Tobias Welz in Minute 33, als er den Vorteil der Bayern, der am Ende keiner war, zurückpfiff und Freistoß gab. Auch wenn sich da die Wolfsburger beschwerten, kann ein Vorteil jederzeit zurück genommen werden, wenn direkt im Anschluss keiner daraus wird. Ein Vorteil soll sich ja letztendlich positiv auswirken und nicht mit dem ersten Pass erloschen sein.

Was für ein Traumtor der Bayern! Eine Ecke führte Leroy Sane kurz aus und spielte dann einen sensationellen Doppelpass mit Serge Gnabry. Dieser fand in der Mitte seinen Abnehmer in Thomas Müller, der das ganze mit Auge und viel Gefühl löste. Ein Chipball auf Dayot Upamecano verwirrte die ganze Wölfe-Abwehr, sodass der Franzose ohne Gegenwehr zum ersten Treffer im Bayerntrikot einköpfen konnte.
Nur wenig später das nächste Traumtor! Leroy Sane bekam den Ball auf dem rechten Flügel, ließ zwei Gegner stehen und versenkte den Ball maßgenau mit dem Innenpfosten ins lange Eck. Keine Chance für Casteels im Tor des VfL.

In der gesamten zweiten Hälfte gab es nichts weiter außer Tore. Und was wäre Robert Lewandowski, wenn er nicht weitere Rekorde brechen würde. So gelang dem Polen kurz vor Schluss nicht nur das 4:0, sondern auch der alleinige Rekord mit den meisten Toren für die Bayern in einem Kalenderjahr. Nämlich 43 an der Zahl.

In der 90. Minute dann doch noch etwas nennenswertes aus Sicht des Schiedsrichters. Robert Lewandowski bekam den Ball kurz vor dem Tor und wurde dann von Bornauw zu Boden gezogen. Eigentlich gibt’s hier wenig Spielraum diesen Strafstoß nicht zu geben, doch Welz winkte ab. Beim 4:0 und auch wenig Beschwerden der Bayern kann man da mal beide Augen zudrücken, dachten sich wohl Welz und VAR Stieler. Ein Auge zudrücken sollte man allerdings nicht bei der persönlichen Strafe, denn diese wäre folglich wegen derVereitelung einer klaren Torchance die rote Karte. Doch mit diesem Gedanken darf man nicht an die Szene heran gehen. Egal ob zweite oder 90. Minute, jede Szene muss zu jeder Zeit gleich bewertet werden. Am Ende muss hier über den Platzverweis geredet werden. Lewandowski besitzt eine klare Torchance, die ihm Bornauw nimmt, indem er ihn zu Boden zog.

Fazit: Tobias Welz hatte in einem sehr ruhigen und harmlosen Spiel wenig zu tun. Er war jederzeit Herr der Sache und hatte ein sehr gutes Gefühl für die Zweikämpfe. Einzig der nicht gegebene Strafstoß und die fehlende Rote Karte kurz vor Schluss muss man am Ende ankreiden, was jedoch keinerlei Auswirkungen auf das Spiel hatte.

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