Analyse | Herr im Haus

Analyse | Herr im Haus

18. Januar 2019 0 Von IG Schiedsrichter
Tobias Welz im Gespräch mit Joshua Kimmich

In unserer heutigen Analyse widmen wir uns dem Rückrunden-Auftakt der Bundesliga mit der Partie TSG Hoffenheim und Bayern München, bei dem FIFA-Referee Tobias Welz sein 93. Bundesligaspiel leitete.

Beide Mannschaften gingen bereits früh in der Partie auf ihre Gegner drauf und so entstanden auch früh viele Fouls. Welz gab früh vor, dass er hier der Chef auf dem Platz ist und nicht viel Spielraum gewähren lassen würde.

In Sachen Ballbesitz war es wie erwartet der Gast aus München der hier klar dominierte. Nach 10 Minuten auch die erste große Chance der Partie. Nach einer Herreingabe von Kingsley Coman verpasste Robert Lewandowski das Tor um knapp 1 Meter.

Thomas Müller erstolperte sich nach 19 Minuten im liegen aus 5 Meter eine weitere Chance für die Bayern. Das Tor verfehlte er nur knapp. Die erste Gelbe Karte der Partie gab es nach 26 Minuten für Hoffenheims Kapitän Kevin Vogt. Nachdem er zweimal Robert Lewandowski taktisch zu Fall brachte, war Gelb hier überfällig.

Was fast schon überfällig war, erfolgte in der 34. Minute. Nachdem Lewandowski sein Kopfball noch von Baumann pariert wurde, erzielt Leon Goretzka im Nachschuss das 1:0 für die Bayern. Quasi mit dem Pausenpfiff traf Leon Goretzka zum 2:0. Aus einer Hoffenheim Ecke schalteten die Bayern schnell um und konterten die TSG im eigenen Stadion blitzsauber aus.

Nach einem schlimmen Ballverlust von Thiago kam die TSG nach 53 Minuten zu der ersten Großchance durch Kerem Demirbay. Dieser verzog den Ball nur um wenige Meter am Tor vorbei.


Die zweite Gelbe Karte im Spiel gab es wieder für einen Hoffenheimer. Florian Grillitsch, Sekunde vorher eingewechselt, kam gegen Thiago zu spät und sah zurecht Gelb von Welz.

Wie auch die Bayern in Halbzeit 1 erteilte die TSG nach 59 Minuten den Anschluss zum 2:1 nach einer Ecke für die Bayern. Nico Schulz schlenzte den Ball ins lange Eck an Manuel Neuer vorbei, der wiederum chancenlos war.

Lange bettelte Stefan Posch um die Gelbe Karte. Nach 64 Minuten hatte Tobias Welz genug gesehen und verwarnte den Hoffenheimer.

Doppeltorschütze Leon Goretzka hatte dann kurz darauf Glück, dass er nicht verwarnt wurde. Gegen Leonardo Bittencourt stellte er gezielt den Körper rein und hätte hier durchaus Gelb sehen können/müssen. Doch am Ende sah dann auch ein Münchner Gelb. Joshua Kimmich hat den Fuß zu weit oben und trifft seinen Gegner an der Schulter. Klare Gelbe Karte.

Mit einem Tor wie aus dem Lehrbuch traf Robert Lewandowski kurz vor Schluss zum 3:1. Nach einem traumhaften Pass von James auf Müller, leitete dieser weiter zum Polen, welcher aus wenigen Metern ins leere Tor einschieben kann.

Fazit: Tobias Welz war vom Beginn an klar der Chef auf dem Platz und zeigte das auch. Er zeigte im richtigen Moment die Karten, auch wenn er Goretzka Mitte der 2. Hälfte hätte verwarnen müssen. Mit einem guten Auftritt kann Tobias Welz sehr zufrieden in das neue Jahr 2019 starten und sich auf weitere große Spiele freuen.

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