Argentinien trotz Cakir im Achtelfinale

Argentinien trotz Cakir im Achtelfinale

26. Juni 2018 0 Von Reiner Kuhn

Es war ein Krimi, es war Dramatik, es waren auch strittige Szenen im Spiel.

 

Erste Halbzeit sehr souverän von Cüneyt Cakir. er hat die Spieler mit seinen Ansagen mehr runtergekühlt….

Rojo klärte in Kung-Fu-Manier. Heftiger Einsatz, aber sehr unglückliches Einsteigen aber aus meiner Sicht kein Foul.  Er trifft ihn leicht mit dem Bein, aber das reicht aus meiner Sicht nicht um einen Elfmeter zu geben. Da er ihn getroffen hatte, auch kein gefährliches Spiel

They just keep coming !! 😀

Gepostet von Matthew Bagazzoli am Dienstag, 26. Juni 2018

 

Elfmeter für Nigeria! Aufregung in Sankt Petersburg: Bei einer Ecke von Nigeria hatte Mascherano den Mainzer Balogun im Arm und zog diesen dann leicht zu Boden. Sehr harter Pfiff von Çakır! Auch hier für mich kein Elfmeter. Er hält ihn im Arm, aber Balogun suchte auch den Kontakt, er ließ sich in den Mann fallen. Aus der Perspektive von Cakir dachte er wohl, er zieht runter. Der Video-Assistent schaute drauf, konnte aber keinen klaren offensichtlicher Fehler feststellen. Es ist harte auch eher eine falsche Entscheidung, aber kein klarer Fehler wo eingegriffen werden soll.
Videobeweis! Nigeria sorgte für einen Klasse-Konter und bediente Ighalo via diagonaler Flanke auf der rechten Seite. Dort ging Rojo dann hoch und kam kurz mit der Hand an den Ball!
Das ist für mich keine Absicht. Der Ball fällt kurz vom auf Hand, unerwartbarer Ball. Für mich keiner Absicht.
Mit ein paar Stunden Abstanden ein paar Antworten bzw. Erklärungsversuche zu den am häufigsten gestellten Fragen zum Spiel:

„Hohes Bein“ im argentinischen Strafraum: Regeltechnisch ein indirekter Freistoß wegen gefährlichen Spiels, weil dabei der Ballgetroffen wird und auch klar das Ziel der Aktion war. Der Gegner wird am Ende ebenfalls ein wenig gestreift, aber das würde kein Referee ahnden.

Im Grunde ist es da ganz ähnlich wie bei der Grätsche im Strafraum, die dem Ball gilt und bei der der Ball auch klar gespielt wird: Wenn der anschließende Kontakt nicht zu heftig ist, geht es weiter.

Strafstoß für Nigeria (49.): Allenfalls ein Kann-Elfmeter. Balogun fiel da mehr selbst in Mascherano hinein, als von diesem zu Fall gebracht worden zu sein. Die Entscheidung passte auch nicht zu Çakırs Linie. Dennoch nicht klar und offensichtlich falsch, deshalb kein VAR-Eingriff.

Kein Handelfmeter für Nigeria (76.): Korrekte Entscheidung. Rojo köpfte sich selbst unglücklich an, normale, natürliche Armhaltung in der Sprungbewegung, einzig der Kopfball war das Ziel, keine strafbare Absicht. On-Field-Review wäre aus meiner Sicht gar nicht nötig gewesen.

Blutender Mascherano: Warum Çakır ihn nicht vom Feld geschickt hat, damit die Wunde gestillt werden kann, erschließt sich mir nicht. Hätte eigentlich geschehen sollen. Das Versäumnis begründet aber nicht, dass ein Tor irregulär wird. Ähnlich wie Spielen ohne Schienbeinschoner.

 

Share This: