Schiedsrichter im Mittelpunkt: Auswertung strittiger Szenen – 2. Spieltag | 2. Bundesliga

Schiedsrichter im Mittelpunkt: Auswertung strittiger Szenen – 2. Spieltag | 2. Bundesliga

29. September 2020 0 Von IG Schiedsrichter

Auch am 2. Spieltag der 2. Bundesliga war der Videobeweis ein Thema. Einige strittige Szenen des wollen wir genauer beleuchten.

Mit der Gelben Karte für Fröde und Gelb/Rot für Bochums Holtmann +++ den Elfmeter für Düsseldorf, Osnabrück, Paderborn und Hamburg +++ sowie dem nichtgegebenen Strafstoß für Braunschweig. Am 2. Spieltag der 2. Bundesliga schauten wir uns fünf Situationen nochmals an. 

Karlsruher SC 0:1 VfL Bochum (SR: Marco Fritz)
Der Bochumer Gerrit Holtmann sollte ausgewechselt werden und verließ das Feld aber nicht an der nächstgelegenen Seitenlinie, sondern nahm, um Zeit von der Uhr zu nehmen, den deutlich längeren Weg zur Bank. Schiedsrichter Fritz zeigte hierfür die korrekte gelbe Karte. Daraufhin lief allerdings der Karlsruher Fröde heran und schubste Holtmann. Fritz zeigte Holtmann dann sofort die Gelb-Rote Karte und Fröde die gelbe Karte. Es müssen unschöne Worte durch den Bochumer gefallen sein, anders ist der Platzverweis nicht zu erklären (TV-Bilder ab 1:34 Minute).
Fortuna Düsseldorf 1:0 Würzburger Kickers (SR: Robert Hartmann)
Der Düsseldorfer Verteidiger Andre Hoffmann packte gegen Vladimir Nikolov leicht zu und gab noch einen Schubser mit. Schiedsrichter Hartmann zeigte auf den Elfmeterpunkt. Eine harte, aber vertretbare Entscheidung. Nikolov hatte die bessere Position zum Ball und wurde ungestüm erwischt (TV-Bilder ab 2:28 Minute).
Eintracht Braunschweig 0:0 Holstein Kiel (SR: Dr. Martin Thomsen)
Martin Kobylanski wurde im Strafraum leicht am Fuß getroffen und machte sehr viel aus dem Kontakt. Schiedsrichter Thomsen ließ weiterspielen und auch der VAR griff nicht ein. Knifflige Entscheidung, ein Pfiff wäre vertretbar gewesen. Dass VAR Dr. Robert Kampka bei voller Wahrnehmung des Schiedsrichters nicht eingreift, ist aber in Ordnung (TV-Bilder an 1:45).
VfL Osnabrück 2:1 Hannover 96 (SR: Arne Aarnink)
Leider so gar nicht zurückhaltend war der VAR in diesem Spiel: Marcel Franke ging gegen Etienne Amenyido resolut in den Zweikampf, Schiedsrichter Aarnink entschied zunächst sofort auf weiterspielen, da der Ball gespielt wurde. VAR Felix Zwayer empfahl Aarnink jedoch, sich die Szene noch einmal anzuschauen, worauf dieser seine Entscheidung revidierte und auf Strafstoß für Osnabrück entschied. Kein guter Eingriff des Video-Assistenten, da Aarninks Entscheidung bei voller Wahrnehmung sofort getroffen wurde und wenig Proteste aufkamen. Klar ging Franke resolut in den Zweikampf, aber eine solche Szene muss auf dem Feld entschieden werden (TV-Bilder ab 1:02 Minute).

SC Paderborn 3:4 Hamburger SV (SR: Guido Winkmann)

Tim Leibold schlug am Ball vorbei und traf nur die Beine von Chris Führich. Klarer Fall, Strafstoß Paderborn. Korrekt entschieden von Guido Winkmann! (TV-Bilder ab 1:18 Minute).

Sebastian Vasiliadis traf Manuel Wintzheimer ungeschickt an der Wade. Dieses Mal Strafstoß HSV und wieder lag Winkmann richtig! VAR Johann Pfeifer überprüfte nochmal, doch die Entscheidung war völlig korrekt! (TV-Bilder ab 3:20 Minute).

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