Schiedsrichter im Mittelpunkt: Auswertung strittiger Szenen – 36. Spieltag | 3. Liga

Schiedsrichter im Mittelpunkt: Auswertung strittiger Szenen – 36. Spieltag | 3. Liga

28. Juni 2020 0 Von IG Schiedsrichter

Mit den Platzverweisen für Münsters Co-Trainer und Alexander Winkler +++ der Gelben Karte für Hosiner und den Strafraumsituationen in Zwickau. Am 36. Spieltag der 3. Liga schauten wir uns vier Spiele nochmal an. 

SV Waldhof Mannheim 0:0 SC Preußen Münster (SR: Thorben Siewer)
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Die Nachspielzeit befindet sich bereits in den letzten Zügen, als der Ball nochmal zum Einwurf geklärt wird. Mannheim will einen letzten Angriff starten, doch der Co-Trainer der Münsteraner Louis Cordes gibt den Ball nicht raus und wirft ihn am Ende auch noch weg. Schiedsrichter Torben Siewer zeigt daraufhin die Rote Karte und verweist ihn aus dem Innenraum. Eine völlig richtige Entscheidung! Es ist klar geregelt, dass ein Offizieller die Rote Karte sehen muss, wenn er die Spielfortsetzung des Gegners verzögert. Hier ist die Einstufung als grobe Unsportlichkeit auch absolut nachvollziehbar, da Cordes nur einen letzten Angriff bewusst verhindern will und dadurch seiner auch in den Regeln festgeschriebenen Vorbildfunktion nicht gerecht wird.

KFC Uerdingen 1:1 Chemnitzer FC (SR: Mitja Stegemann)
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Eine aus Chemnitzer Sicht höchst ärgerliche Fehlntscheidung traf Schiedsrichter Mitja Stegemann beim Spiel in Uerdingen. Chemitz‘ bester Torschütze Philipp Hosiner war mit neun gelben Karten vorbelastet und würde bei einer weiteren Verwarnung beim wichtigen Abstiegsduell gegen Zwickau fehlen.
In der Schlussphase der Partie leistete sich Hosiner ein Stürmerfoul gegen Gegenspieler Bittroff. Ein eigentlich harmloser Rempler, für dem Hosiner in der Folge seine zehnte Verwarnung sah. Objektiv gesehen ist diese gelbe Karte nicht nachvollziehbar, da das Foulspiel wirklich nur minimal war.

TSV 1860 München 3:0 SpVgg Unterhaching (SR: Florian Badstübner)
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Im Münchener S-Bahn-Derby waren die Hachinger ab der 47. Minute in Unterzahl. Was war passiert? Alexander Winkler bearbeitete Gegenspieler Fabian Greilinger an der Außenlinie und stellte dabei seinen Körper wohl etwas zu energisch rein. Winkler, der bereits nach einer ersten, harten gelben Karte vorbelastet war, sah hierfür die Gelb-Rote Karte. Diese Entscheidung war deutlich überzogen, da Winkler weder besonders hart agierte, noch seinem Gegner eine besonders gute Angriffssituation nahm. Der Platzverweis für Winkler eine Fehlentscheidung des Schiedsrichters.

FSV Zwickau 3:2 Eintracht Braunschweig
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Eine extrem hohe Anzahl an strittigen Strafraumszenen hatte Christof Günsch bei der Partie Zwickau gegen Braunschweig zu bewerten. Begonnen hat es beim Duell Pourie gegen Wegkamp. Hier lag Günsch richtig, weiterlaufen zu lassen, da der Kontakt eher vom Braunschweiger verursacht wurde und der Zwickauer nicht viel dafür konnte.
Auch in der nächsten Szene behielt Günsch recht, als Zwickaus Hehne noch im erlaubten Rahmen klärte. Er spielte zunächst den Ball, bevor er Pourie traf.

Auch auf der anderen Seite wurde Strafstoß gefordert beim Duell Kijewski gegen Schröter. Der Arm wurde schon eingesetzt, aber trotzdem erfolgte der Sturz hier wieder extrem leicht und der Versuch, den Strafstoß zu ziehen, war auch hier leicht zu durchschauen. Somit lag Christof Günsch erneut richtig, weiterspielen zu lassen.

In der zweiten Hälfte wurde es erneut knifflig, nachdem Nkansah im Duell mit Könnecke zu Fall kam. Hier hätte es aus unserer Sicht Strafstoß geben müssen, da Könnecke ganz einfach den Ball verfehlt und eine aktive Bewegung in die Beine des Gegenspielers machte.

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