Barcelona kürt sich erstmals zum Champions-League-Sieger

Barcelona kürt sich erstmals zum Champions-League-Sieger

17. Mai 2021 0 Von IG Schiedsrichter

Der FC Barcelona hat die Champions League der Frauen gewonnen. Die Blaugrana ließ Chelsea vor allem in Hälfte eins nicht den Hauch einer Chance.

Das Champions League Finale der Frauen zwischen dem FC Chelsea und dem FC Barcelona startete kurios: Like Martens schoss den Ball bereits nach wenigen Sekunden an die Latte. Den Abpraller wollte Francesca Kirby klären, traf aber Melanie Leupolz, von der aus der Ball zum 0:1 ins Tor flog. Beide Mannschaften gingen mit offenem Visier vor und erarbeiteten sich Chancen. Zwingend wurde dabei aber nur Barcelona: Leupolz ging im Strafraum ins Duell mit Jenni, worauf die Spanierin zu Boden ging. Schiedsrichterin Dr. Riem Hussein entschied auf Strafstoß. VAR Bastian Dankert überprüfte kurz, bestätigte dann aber die Entscheidung. Es war ein komischer Zweikampf, denn die deutsche Nationalspielerin war eigentlich schneller als die Gegnerin, traf diese dann aber mit dem hinteren Fuß am Schienbein. Vertretbare Entscheidung! Alexia Putellas ließ sich die Chance nicht entgehen und traf vom Punkt zum 0:2. Der FC Chelsea blieb in der Defensive extrem löchrig, was Aitana Bonmati nach 21 Minuten bereits zum 0:3 nutzte. Noch in der ersten Halbzeit wurden die Engländerinnen auseinander genommen: Like Martens lief bis zur Grundlinie durch, legte quer auf Caroline Graham Hansen und es stand auch schon 0:4. Sophie Ingle setzte dann im Mittelfeld zum Frustfoul gegen Keira Hamraoui und traf die Gegnerin am Knöchel. Hussein zeigte hierfür zu Recht die erste gelbe Karte.

Erwartungsgemäß kam Chelsea mit einer gehörigen Portion Wut aus der Kabine. Fortan konnte man das Spiel auch offener gestalten. Die eingewechselte Guro Reiten reklamierte dann nach Kontakt im Rücken einen Strafstoß, fand aber bei Riem Hussein kein Gehör. Noch vertretbar, denn Reiten war komplett ohne Spannung und fiel schnell, der Stoß war aber trotzdem recht fern von guter Zweikampfführung. Jedenfalls definitiv kein Fall für VAR Dankert. In der Folge war nicht mehr viel los, beide Mannschaften neutralisierten sich weitgehend Leila Ouahabi holte sich dann noch eine gelbe Karte, als sie an der Seitenlinie den Ball wegschoss. Chelsea versuchte zwar noch alles, kam aber nicht mehr zum Ehrentreffer. Im Gegenteil, kurz vor Ende lag der Ball wieder im Tor der Engländerinnen, das Tor von Asisat Oshoala fand jedoch keine Anerkennung. Assistentin Katrin Rafalski hatte eine Abseitsposition erkannt und lag damit richtig. Dann war es vorbei und der Champions League Sieger hieß FC Barcelona.

Fazit: Schiedsrichterin Dr. Riem Hussein war in diesem Finale selten gefordert und löste ihre Aufgaben meist korrekt. Die beiden Strafraumentscheidungen kann man so vertreten.

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