Bayern gewinnt souverän gegen Freiburg

Bayern gewinnt souverän gegen Freiburg

6. November 2021 0 Von Simon Schmidt

Im eigentlichen Topspiel Bayern München gegen den SC Freiburg konnte sich der Rekordmeister zuhause verdient mit 2:1 durchsetzen. Die Tore für die Münchner erzielten Goretzka (30.) und Lewandowski (75.). Damit ist auch der SC Freiburg in dieser Saison nicht mehr ungeschlagen. In Wolfsburg kann der VfL einen weiteren Sieg unter dem neuen Trainer Kohfeldt gegen den FCA einfahren, während der VfB auch gegen Arminia Bielefeld verliert. Außerdem gewannen die Bochumer mit 2:0 gegen die TSG Hoffenheim. Für die DFB-Schiedsrichter war es ein relativ ruhiger Nachmittag in der Konferenz.

FC Bayern München – SC Freiburg 2:1 

Die Spielleitung in der Allianz Arena hatte FIFA-Schiedsrichter Sascha Stegemann aus Niederkassel. Ihm assistierten Mike Pickel und Frederick Assmuth. Als Vierter Offizielle wurde Benjamin Brand eingeteilt. Die VARs in Köln hießen Thorben Siewer und Philipp Hüwe.

Nach einer sehr ausgeglichenen Anfangsphase konnten die Bayern nach einer halben Stunde durch Leon Goretzka in Führung gehen. Der Münchner kam am gegnerischen Strafraum an den Ball und spielte dann einen hervorragenden Doppelpass mit Thomas Müller. Wenige Meter vor Flekken behielt Goretzka die Nerven und verwandelte cool für die Bayern zum 1:0. Kurz darauf hatte der Rekordmeister direkt die nächste Gelegenheit durch einen Konter, der Lewandowski aber gute 15 Metern vor dem gegnerischen Tor nicht verwerten konnte. Ein paar Minuten später ereignete sich ein unglücklichere Zweikampf am Münchner Strafraum zwischen Davies und Grifo. Der Freiburger führte den Ball und Davies bewegte seinen Fuß in die Laufbahn Richtung Ball, als Grifo ihm seitlich am Knöchel trat und dabei selber umknickte. Schiedsrichter Stegemann entschied auf Freistoß für den SCF, nachdem beide Spieler sofort zu Boden gingen. Hier hätte man auch gut andersherum entschieden können, auch wenn der Tritt von Grifo so sicherlich nicht beabsichtigt war, ist er mit der Sohle seitlich am Fuß/Knöchel. Eine gelbe Karte wäre angebracht gewesen. Nach einer Minute Nachspielzeit pfiff Sascha Stegemann in der Münchner Allianz Arena zur Pause.

Goretzka hatte in der zweiten Halbzeit die erste Großchance. Einen Pass von der rechten Seite in den Strafraum ließ Sane klasse durch auf Goretzka, der den Ball an den Pfosten schoss. Nach 75 Minuten nutzte Lewandowski eine klasse Hereingabe von Davies, die Sane noch verlängerte, zum 40. Bundesliga-Saisontor der Bayern. In der 90. Minute lag der Ball nach einem sehenswerten Abschluss von Choupo-Moting im Kasten des SportClubs. Doch die Fahne vom 1. Assistenten Mike Pickel ging hoch und das zurecht. Denn der Torschütze stand knapp im Abseits. Nach einer einminütigen VAR-Überprüfung bestätigte Siewer die Entscheidung von Pickel auf dem Platz. Doch schon bald klingelte es wieder in München. Dieses Mal aber im Kasten von Manuel Neuer! Janik Haberer konnte sich auf der rechten Seite gegen Nianzou durchsetzen und kam so im Bayern-Strafraum zum Abschluss. Bei seinem Schuss ins linke Eck war Neuer machtlos. Mit dem Anschlusstreffer in der 3. Minute der Nachspielzeit ging es wieder so richtig los. Freiburg-Trainer Streich zeigte direkt auf die Uhr, doch Stegemann ließ schon selber konsequent nachspielen. Auf die angezeigten vier Minuten folgten nochmal zwei, bis der FIFA-Schiedsrichter aus Niederkassel die Partie beendete.

Fazit: Eine gute Spielleitung von Stegemann in einem absolut normal zu leitenden Spiel. An der ein oder anderen Stelle hätte man über eine gelbe Karte nachdenken können, am Ende kam er aber ohne ganz gut aus und hatte die volle Akzeptanz für seine Zweikampfbewertung.

VfL Wolfsburg – FC Augsburg 1:0

Als Schiedsrichter fungierte Marco Fritz aus Korb. Ihm assistierten wie gewohnt Dominik Schaal und Marcel Pelgrim. Vierter Offizieller war Florian Lechner. In Köln beobachtete der zukünftige FIFA-Schiedsrichter Daniel Schlager das Geschehen in der Volkswagen-Arena. Er wurde unterstützt von Arno Blos.

In dieser Partie gab es keine spielentscheidenden, strittigen Szenen.

VfL Bochum – TSG 1899 Hoffenheim 2:0 (SR: Frank Willenborg)

Nach einer guten Stunde kam es in Bochum zum ersten VAR-Eingriff. Soma Novothny traf zum 1:0, doch die Fahne von SRA2 Thomas Gorniak ging hoch. Der Grund lag in der Entstehung. Dort standen zwei Bochumer im Abseits, bevor ein Hoffenheimer Verteidiger die Flanke zu Novothny köpfte. Für den Assistenten auf dem Platz wurden die Bochumer da im Abseits aktiv, doch VAR Timo Gerach hatte da seine Zweifel und schickte Schiedsrichter Frank Willenborg raus zum On-Field-Review. Und Willenborg entschied nach dem Betrachten der Bilder auf Tor. Die korrekte Entscheidung, denn die beiden Bochumer gehen in dieser konkreten Situation nicht zum Ball und befindet sich auch in keinem direkten Zweikampf mit dem TSG-Verteidiger.

Und Frank Willenborg war danach gleich schon wieder gefragt. Wieder ist es der Bochumer Novothny, der in den Hoffenheimer Strafraum eindrang und nach minimalem Körperkontakt mit Grillitsch zu Boden ging. Niemals ein Strafstoß, weiterspielen ist erstmal die richtige Entscheidung. Doch dann brennen Grillitsch die Sicherungen durch. Der TSG-Verteidiger schubst Novothny, nachdem dieser wieder aufgestanden war, einfach um. Ein klares Vergehen, was Willenborg schließlich korrekt mit Elfmeter und Gelb ahndete. VfL-Schlussmann Riemann trat zum Strafstoß an und schoss drüber.

VfB Stuttgart – DSC Arminia Bielefeld 0:1 (SR: Christian Dingert)

In der 19. Minute ging die Arminia durch Okugawa in Führung. Doch stand der Bielefelder Torschütze beim Pass von Wimmer auf ihn im Abseits? SRA2 Mark Borsch sagte Nein und lag damit vollkommend richtig. VAR Guido Winkmann bestätigte die doch knappe Abseits-Entscheidung nach wenigen Sekunden.

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