Bayern und Dortmund gelingt die Revanche

Bayern und Dortmund gelingt die Revanche

30. Januar 2021 0 Von IG Schiedsrichter

(red/ss/fs) Bayern München und Borussia Dortmund gewannen ihre Heimspiele gegen die TSG Hoffenheim bzw. dem FC Augsburg deutlich mit 4:1 bzw. 3:1. Nach den Niederlagen im Hinspiel gelang beiden Teams die Revanche. Die Eintracht aus Frankfurt konnte die Partie gegen Hertha noch drehen und gewann gegen die Elf von Pal Dardai mit 3:1. Die Spiele zwischen Werder Bremen und Schalke 04 sowie Union Berlin gegen Gladbach endeten jeweils mit 1:1 unentschieden. Für die DFB-Schiedsrichter war es eine sehr gute Konferenz.

Von: Simon Schmidt und Felix Stark

FC Bayern München – TSG Hoffenheim 4:1 

(red/ss) Schiedsrichter der Partie war Benjamin Cortus. Ihm assistierten Eduard Beitinger und Christian Dietz. Als Vierter Offizieller wurde Robert Hartmann eingeteilt. In Köln beobachtete Bibiana Steinhaus mit Christian Bandurski das Geschehen in der Allianz Arena.

Die Bayern starteten dominant in die Partie und hatten den Ball in den ersten Minuten fast ausschließlich. Die erste gute Chance hatte aber die TSG in der 8. Minute Bebou scheiterte aus wenigen Metern an Manuel Neuer. In der 15. Minute hatten die Bayern wiederum die riesen Möglichkeit zum 1:0. Müller lauerte am langen Pfosten und schlenzte den Ball auf die Latte. Die Münchner waren eindeutig das bessere Team in der ersten halben Stunde taten sich aber schwer zu wirklich zwingenden Torchancen zu kommen. Die TSG überließ dem Tabellenführer das Spiel, setzte aber offensiv mit Kramaric und Bebou durchaus Akzente. In der 32. Minute ist es Jerome Boateng, der nach einem Eckball die Führung für die Bayern machte. Die Münchner machten nachdem ersten Tor einfach weiter und so konnten sie vor der Pause noch nachlegen. Lewandowski legte zurück zur Strafraumgrenze zu Müller, der zum 2:0 abschloss. Doch wer glaubt die Partie sei entschieden, lag erstmal falsch. Denn im direkten Wiederangriff der Hoffenheimer zeigten die Bayern wieder ihre Schwächen in der Abwehr. Bebou wurde über die rechte Seite geschickt und flankte zu Kramaric, der im Zentrum sehr viel Platz hatte und zum Anschlusstreffer volley einschoss. Kurz darauf pfiff Cortus zur Halbzeitpause.

Hoffenheim kam besser aus der Kabine und hatte nach der Pause direkt ein paar Torchancen. Nachdem die TSG zeitweise mehr die Spielkontrolle übernommen hatte, schlugen die Bayern mit einem Konter über die linke Außenbahn eiskalt zurück. Coman startete durch und spielte den Ball an den 5-Meterraum, wo der Hoffenheimer Posch klären will, den Ball aber sehr unglücklich zu Lewandowski bringt. Der Pole nutzt die Gelegenheit zum 3:1 und seinem 25. Saisontreffer (nach 19 Spielen). Und jetzt war die Partie entschieden, die Münchner hielten ihr Pressing stark aufrecht und konnten so in der 63. Minute einen weiteren Fehler der TSG-Verteidigung zum 4:1 nutzen. Gnabry wurde von Coman perfekt angespielt und schoss an Baumann vorbei ins lange Eck. Gute 8 Minuten später lag der Ball wieder im Hoffenheimer Tor. Pavard schloss auf Vorarbeit von Sane sehenswert ins linke obere Eck ab. Doch VAR Bibiana Steinhaus meldete sich, Sane stand im Vorfeld knapp im Abseits, somit zählte der Treffer vollkommend korrekterweise nicht. Die Bayern spielten im Folgenden den Vorsprung runter. Einmal musste Neuer (84. Minute) noch parieren. Am Ende blieb es beim verdienten 4:1 Heimsieg für die Bayern gegen die TSG Hoffenheim. Mit dem deutlichen Sieg sind die Bayern erstmal mit 10 Punkten Vorsprung an der Tabellenspitze (Leipzig spielt heute noch im Topspiel gegen Leverkusen).

Fazit: Eine zufriedenstellende Leistung von Cortus in einem normal zu leitenden Spiel. Die entscheidenden Szenen bewertete er korrekt, wenn auch zeitweise seltsam von der eigenen Linie abgewichen wurde.

Eintracht Frankfurt – Hertha BSC Berlin 3:1 

(red/fs) Mit der Spielleitung wurde Bundesliganeuling Florian Badstübner aus Windsbach beauftragt. Ihm assistierten Markus Schüller und Thomas Stein. Als Vierter Offizieller fingierte Dr. Martin Thomsen. Die Diensthabenden Videoassistenten in Köln waren Christian Dingert und Stefan Lupp.

Nach dem Trainerwechsel war Hertha BSC Berlin beim Auftritt in Frankfurt zunächst um Stabilität bemüht. Dies gelang recht gut und so spielte sich das Geschehen meist zwischen den Strafräumen ab. Bei den wenigen Berliner Vorstößen agierte die heimische Eintracht gewohnt zweikampfbetont. So beispielsweise auch, als Evan N‘Dicka Mathäus Cunha mit einem knackigen Fußfoul stoppte und von Schiedsrichter Florian Badstübner eine eindringliche Ermahnung erhielt.
Das Spiel blieb aber fair und Badstübner konnte seine gewohnt lockere Linie anwenden, mit der er eine Menge Härte zulässt, aber bei taktischen Fouls entsprechend reagiert. So lief beim Foul von Martin Hinteregger der Vorteil und es passte auch ins Bild, dass hier keine Verwarnung nachgezogen wurde. Die erhielt stattdessen zu Recht Tuta, der Krzysztof Piatek beim Konter deutlich festhielt.  Die gleiche Konsequenz erhielt auf der Gegenseite auch Lucas Tousart, der gegen Aymen Barkok zu spät kam.
Vor der Pause wurde Frankfurt dann zwingender vor dem Tor, scheiterte aber bei Großchancen von Daichi Kamada und André Silva am starken Berliner Keeper Rune Jarstein.

Nach der Pause entwickelte sich ein offenes Spiel mit Chancen auf beiden Seiten. Die nächste gelbe Karte sah dann Jordan Torunarigha, der Kamada von hinten schubste, nachdem dieser den Ball längst gespielt hatte. Solche Situationen dürfen auch in der nächsten Unterbrechung die Karte zur Folge haben. Den Torreigen eröffnete dann Krzysztof Piatek, der mit einem platzierzten Schuss Torwart Trapp keine Chance ließ. Die Antwort folgte allerdings bereits nach 93 Sekunden: Nach einer punktgenauen Flanke von Filip Kostic schraubte sich André Silva in die Höhe und köpfte zum Ausgleich ein. Nachdem das Spiel sich in Richtung Remis entwickelte, schlug die Eintracht doch noch zu: Almamy Touré schlug eine Flanke genau auf den Kopf von Martin Hinteregger, der zur Frankfurter Führung traf. Piatek sah kurz vor Schluss noch die berechtigte gelbe Karte, als er Silva an der Seitenlinie rüde stoppte. Der letzte Angriff der Eintracht endete noch mit einem völlig klaren Strafstoßpfiff: Cunha sprang recht sinnlos in den Zweikampf mit Silva und traf diesen offensichtlich am Fuß, worauf Badstübner sofort auf Strafstoß und Verwarnung entschied. Silva traf selbst zum 3:1 Endstand.

Fazit: Schiedsrichter Florian Badstübner zeigte eine äußerst runde Leistung und hatte alles im Griff.

Borussia Dortmund – FC Augsburg 3:1 (SR: Patrick Ittrich)

(red/ss) In der 20. Minute gab es einen Eingriff von VAR Benjamin Brand. Der Grund: ein Handspiel im Augsburger Strafraum. Iago blockte einen Schuss von Marco Reus einen halben Meter im Strafraum mit weit nach außen ausgestrecktem Arm. Ein klar strafbares Handspiel. Ittrich entschied nach kurzem Review zurecht auf Elfmeter. Nachdem Reus ja schon im Signal Iduna Park gegen Mainz einen entscheidenen Elfmeter verschossen hatte, trat nun Erling Haaland an und setzte den Ball an die Latte!

Union Berlin – Borussia Mönchengladbach 1:1 (SR: Bastian Dankert)

(red/ss) Die Führung von Union in der 31. Minute durch Robin Knoche wurde wegen einer knappen Abseitssituation vom VAR geprüft, der Assistent auf dem Platz lag aber richtig, sodass der Treffer zählte.

5 Minuten später reklamierte der Gladbacher Trainer Rose zum wiederholten Mal und brüllte „Was ist mit dir?“ rein, Dankert zeigte ihm dafür die gelbe Karte.

Die Gladbacher reklamierten in der 6. Minute der Nachspielzeit Handspiel. Nach einer Eck bekam ein Unioner den Ball den Ball an die Hand. Die war jedoch vor dem Körper und ging nicht wirklich zum Ball. Dankert ließ vollkommend korrekt weiterlaufen.

Werder Bremen – FC Schalke 04 1:1 (SR: Sören Storks)

(red/ss) In der dritten Minute der Nachspielzeit machten die Bremer das vermeintliche 2:1 durch Maximilian Eggestein. Doch Gebre Selassie stand bei der Vorarbeit im Abseits. VAR Tobias Welz meldete sich und nahm den Treffer zurück.

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