Brych unumstrittener Derbyheld +++ zwei Handspiele die keiner will

Brych unumstrittener Derbyheld +++ zwei Handspiele die keiner will

26. Oktober 2019 0 Von IG Schiedsrichter

In unserer Analyse warfen wir einen Blick auf die Aufregersituationen im Revierderby und in München.

SC Paderborn 1:0 Fortuna Düsseldorf (SR: Bastian Dankert)

Matthias Zimmermann unterband einen Paderborner Vorstoß mit einem taktischen Vergehen und kassierte früh die erste Verwarnung. Im Anschluss vor einem Eckball der Hausherren rieb sich Sabiri an einem Gegenspieler auf und schubste Ayhan noch vor der Ausführung zu Boden. Referee Dankert drückte erst noch ein Auge zu, doch wenig später schob Sabiri schon wieder. Konsequent zückte Dankert dann Gelb. Wenig später sah Paderborn Klaus Gjsalua Gelb. Er funkte Gießelmann dazwischen und traf den Düsseldorfer klar am Fuß. Der Paderborner plädierte völlig überraschend auf „Ball gespielt“ und sah auch völlig zurecht die Verwarnung.

FC Schalke 0:0 Borussia Dortmund (SR: Felix Brych)

In der Anfangsphase des Revierderbys klärte Piszczek per Kopf auf Kosten eines Eckstoßes. Den bekamen die Gäste zunächst geklärt, gerieten dann aber nochmal unter Druck. Aus dem Gewusel am Elfmeterpunkt heraus kam Metondo zum Abschluss und setzte die Kugel nicht weit am rechten Pfosten vorbei. Wegen eines vorherigen Stürmerfouls hätte der Treffer aber ohnehin nicht gezählt.
Die erste Verwarnung des Nachmittags auf Schalke sah Dortmunds Jungspunt Julian Weigl. Metondo legte sich die Kugel im linken Mittelfeld an Weigl vorbei. Der wusste sich dann nur mit einem Schubser zu helfen und kassierte dafür Gelb. Im Anschluss musste Felix Brych die erste umstrittene Szene schlichten: Nach Staboulis Tritt gegen kam es nicht nur zu einer Rudelbildung; auch Gästecouach Lucien Favre regte sich für seine Verhältnisse stark auf. Am Ende wurde der Franzose für sein Einsteigen verwarnt. Brych erstickte die aufkommene Kritik schnell im Keim. Das Schiedsrichtergespann hat in diesem Revierderby eine insgesamt gute Leistung gezeigt.

Derbyschreck auf Schalke

Ebenso wie in München gab es wenig später in Gelsenkirchen auch eine Handspielsituation für Schiedsrichter und Video-Assistent zu bewerten. Hazard‘ erster Kontakt fand nach einer durchgerutschten Ecke der Hausherren innerhalb des Sechzehners mit der Hand des ausgestreckten Arms statt. Es fand ein VAR-Check statt, doch der fiel negativ aus. Völlig zurecht breitete Brych seine Arme aus und deutete auf kein strafbares Handspiel hin. Der Arm sprang zwar ganz klar an den Unterarm , aber der Arm ist nicht hoch, nicht über Schulterhöhe, relativ nahe am Körper.

FC Bayern München 2:1 1. FC Union Berlin (SR: Marco Fritz)

Elfmeter für Union? Ein Handspiel von Perisic wurde im Nachhinein geprüft. Die Hand war am Ball, da kann man wenig zu sagen. Zum Glück hat Manuel Neuer den starken Elfmeter von Andersson gehalten. Das will kein Mensch gepfiffen haben.
Ein Treffer von Robert Lewandowski wurde geprüft und aberkannt, weil der Vorlagengeber Gnabry im Abseits stand. Nur eine Minute später wieder Aufregung im Strafraum: Pavard rannte Polter im Strafraum in die Hacken; ein dämliches Foul. Der Gefoulte trat selbst an. Anders als zuvor Andersson sprang Neuer nach rechts, das Leder schlug auf der anderen Seite.

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