Das Handspiel im Fokus: Stützhand ist kein Vergehen

Das Handspiel im Fokus: Stützhand ist kein Vergehen

26. Oktober 2019 1 Von IG Schiedsrichter

Aufregung gab es am Samstagabend in Leverkusen wieder einmal bezüglich des alltäglichen Themas ,,Handspiel“. Ein Tor wurde aberkannt, während ein anderes Handspiel im Strafraum keinen Elfmeter nach sich zog. Wann ist ein Handspiel strafbar und wann nicht? Wir versuchen die Regel noch einmal klar und verständlich zu erklären.

Bei folgenden Szenen liegt STRAFBARES Handspiel vor:

  1. Wenn man durch ein Handspiel in Ballbesitz kommt und dadurch ein Tor erzielt oder zu einer Torchance kommt, ist auf strafbares Handspiel zu entscheiden. Hier spielt die Absicht keine Rolle. Auch unabsichtliche Handspiele (wie das, vor dem 3:2 für Leverkusen) werden geahndet;
  2. Wenn man absichtlich ein Handspiel begeht um z.B. einen Konter zu verhindern, ist ebenfalls auf strafbares Handspiel zu entscheiden;
  3. Wenn der Arm über der Schulter ist;
  4. Ein Vergehen liegt auch vor, wenn der Ball bei Punkt 1, 2 und 3 vom Kopf oder einem anderen Körperteil an die Hand eines ANDEREN SPIELERS springt.

Bei folgenden Szenen liegt KEIN STRAFBARES Handspiel vor:

  1. Der Ball springt vom Kopf oder einem anderen Körperteil an die Hand eines des GLEICHEN SPIELERS;
  2. Wenn der Arm oder die Hand nah am Körper anliegt und die Körperfläche nicht entscheidend vergrößert;
  3. Wenn der Ball den Arm im Fallen berührt, wenn dabei der Arm zum abfangen des Körpers zwischen Boden und Körper ist. Dabei darf der Arm nicht seitlich oder senkrecht vom Körper weggedreht sein (dieser Punkt schützt Amiri, sodass Bremen in der Nachspielzeit zurecht keinen Elfmeter bekam)

Handspiel Amiri

In der Vorbereitungsphase des vermeintlichen 3:2-Siegtreffers für Leverkusen nahm Amiri den Ball mit dem Unterarm mit. Bei der Torerzielung wird jedes Handspiel geahndet, sei es absichtlich oder nicht-

Stützhand ist kein Vergehen

Wenn sich die Hand zwischen zum Abfangen zwischen Körper und Boden befindet und nicht seitlich oder senkrecht vom Körper weggestreckt ist, spricht man von einer sogenannten Stützhand. Dann liegt keine unnatürliche Vergrößerung des Körpers und kein strafbares Handspiel vor.

Das sagt die Regel


Weiterlesen: Das Handspiel im Fokus.

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