Das Verhalten im Profifussball – Ein Kommentar

Das Verhalten im Profifussball – Ein Kommentar

2. April 2018 0 Von Reiner Kuhn

Zufällig auf Twitter von twitter-User „Tobi“ entdeckt und für sehr lesenswert angesehen:

Das Verhalten im Profifußball (und dadurch letztendlich im Fußball allgemein) ist an einigen Stellen nur noch peinlich und lachhaft. Da haben sich völlig sinnbefreite Sitten etabliert, die als normal angesehen werden. Schiedsrichter werden bei jeder nicht klar eindeutigen Situation von Spielern angegangen und von Fans der Manipulation bezichtigt. In jedem Spiel, mehrmals. Nicht nur ein unmöglicher Anspruch an Perfektion, durch die Regelmäßigkeit hat es jegliche Bedeutung verloren. Der ursprüngliche „Fairplay“-Gedanke bei am Boden liegenden Spielern wird inzwischen so schamlos an die eigene Spielsituation angepasst, dass es allerhöchste Zeit ist, diese Gewohnheit abzuschaffen. Es ist nichts weiter als ein taktisches Foul ohne Strafe. Selbst eigene Mitspieler gestikulieren ständig wild bei vergebenen Torchancen. Die Arme weit ausgebreitet, regen sie sich darüber auf, dass der Mitspieler unter höchstem Druck in geringster Zeit nicht den „völlig offensichtlichen“ Querpass gespielt hat. Trainer entgleisen wöchentlich in einer Art und Weise, die einem in jeder Situation außerhalb des Stadions völlig erschüttern würde. Da stehen Leute mit 50+ Jahren Lebenserfahrung und verlieren völlig den Verstand, weil eine knappe Entscheidung gegen ihre Mannschaft fiel. Es ist ein völliges Entziehen jeglicher eigenen Verantwortung in allen Situationen. Der Einzelne sieht sich als Kugel im Flipperautomat, dessen Schicksal voll und ganz von den externen Einflüssen abhängt. Leute wie Ribery und Streich sind dann auch nicht das Problem, sondern nur ein Symptom des Ganzen. Warum sollten sie sich je hinterfragen oder gar bessern, wenn währen des Spiels praktisch jeder Verstoß unterhalb der Straftatsgrenze zur Randnotiz verkommt?

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