DFB intern | Offizielle Einordnung der Schirikomission

DFB intern | Offizielle Einordnung der Schirikomission

25. Oktober 2019 0 Von IG Schiedsrichter

Nach jedem Spieltag erfolgt mit den Schiedsrichtern eine Auswertung über ihre Leistungen, die dann in ein Portal gestellt werden. Zu folgenden Situationen vom letzten Spieltag gab die Komission eine Stellungnahme ab:

Schiri Daniel Schlager zeigt Rot

Beginnen wollen wir mit dem Zweitliga-Duell FC Erzgebirge Aue gegen den 1. FC Nürnberg: Rote Karte muss schneller kommen.

Dort gab Schiedsrichter Daniel Schlager (Rastatt) einen Handelfmeter für die Veilchen: Der Arm ist nicht sehr nah am Körper angelegt und verhinderte dadurch, dass der Ball aufs Tor fliegen kann. Daniel Schlager stand sehr gut zum Geschehen und pfiff zurecht. Einzig mit der roten Karte wartete er sehr lange und zeigte diese erst nach knapp 40 Sekunden. Wahrscheinlich wollte er hier erst eine Rücksprache mit dem Video-Assistenten halten, um nicht die falsche Entscheidung zu treffen. Jedoch hätte sich der VAR bei einer falschen Personalstrafe sowieso gemeldet und dies korrigiert. Somit hätte hier der Feldverweis schneller ausgesprochen werden sollen. Wenn dann auch noch derart viele Auswechselspieler gegen die Entscheidung protestieren und extra auf das Spielfeld laufen, wäre die ein oder andere Verwarnung hier ebenfalls wünschenswert gewesen.

Nicolas Winter zeigt nach Videobeweis auf den Punkt

Abschließend noch eine Szene aus der Partie VfL Bochum gegen den Karlsruher SC bei dem Schiedsrichter Nicolas Winter (Freckenfeld) so einiges zu tun hatte:

Zunächst gab Winter nach Rücksprache mit dem Video-Assistent einen Strafstoß für die Bochumer. Zwar ist das Foul elfmeterwürdig, jedoch hat es der Kölner Souterraine verpasst, den gesamten Angriff zu überprüfen. Denn ansonsten wäre eine zuvor klare Abseitsposition aufgefallen. Hier passte die gesamte Teamkommunikation nicht. Denn während der VAR das Foul überprüft, müsste der AVAR die vorherigen Angriffsszenen checken. Dies war wohl nicht der Fall und so musste hier der DFB am Ende des Tages einen klaren Fehler ankreiden.

Zusammenfassend können wir wieder einmal betonen, dass eine perfekte Teamabsprache enorm wichtig ist, damit genau solche Fehler nicht passieren. Klar ist, dass Schiedsrichter auch keine Maschinen sind und auch Fehler machen. Jedoch sollte mit technischer Hilfe zumindest das Spezialgebiet des Video-Assistenten, nämlich das Abseits, fehlerfrei ablaufen.

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