Die WM-Linie.

Die WM-Linie.

24. Juni 2018 0 Von Reiner Kuhn

Es war ein echtes Topspiel und mitreisendes Spiel in Gruppe zwischen Japan und Senegal (2:2)

Nach der ersten Hälfte möchte ich gar nicht groß in die Detailanalyse gehen. Grundsätzlich fand ich Gianluca Rocci speziell in der ersten Hälfte viel zu nachlässig und auch eher mit einer etwas schlechteren Leistung. Seine Assistenten sahen aus drei Metern keine klaren Fouls und Rocchi gab, aus meiner Sicht, klare Gelbe Karte nicht (bspw. taktische Foul im Spielaufbau). Andersrum ist genau das auf die sehr großzügige Linie der FIFA zurückführen. Während des  Turniers werden sehr wenige Gelbe Karten gezeigt. Ob das dann der richtige Weg ist, kann man trefflich darüber streiten.

Die Fahne kommt nie zu spät

Bei einer Freistoßflanke von links stellte die japanische Abwehr gleich sieben Afrikaner ins Abseits. Die Fahne des Assistenten ging deshalb so spät nach oben, damit der Video-Assistent ein mögliches Tor noch kontrollieren kann.

Die erste Gelbe Karte des Spiels und die gab es völlig zu Recht. Niang fuhr gegen Shōji den Arm aus und traf den Japaner mit der Hand klar im Gesicht. Shōji musste daraufhin behandelt werden, konnte aber wie Hasebe weitermachen. Allerdings hat keiner die blutende Wunde kontrolliert und der Spieler trat einfach wieder ein. Das hat der Assistent sicher gesehen.
Eine Viertelstunde vor Schluß kam Osako nach einer Ecke aus sieben Metern zum Schuss. Sané warf sich dazwischen, bekam den Ball erst an den Oberschenkel, von wo die Kugel an seinen Arm sprang. Kein Elfmeter, was auch richtig von Schiedsrichter Rocchi entschieden wurde.

Kein Foul, da im Kampf um den Ball

Ausgleich zum 2:2! Okazaki chippte die Kugel vom rechten Strafraumeck hoch in die Mitte. Dort räumte N’Diaye eigentlich Osako ab. Links im Strafraum kam aber Inui angerauscht, gab flach an den rechten Pfosten. Erneut wurde Osako von N’Diaye umgerammt. Honda stand allerdings goldrichtig, musste aus drei Metern nur noch einschieben. Ein tolles Spiel!

Fazit: Auch das Stellungsspiel des Kollegen war oft falsch. Mein persönlicher Eindruck war die Außenwirkung eher wie in der Landesliga. Insgesamt jedoch zeigte sich der Referee sehr berechenbar in der Bewertung von Zweikämpfen und blieb seiner großzügigen Linie auch treu, ließ kleinere Fouls laufen, behielt allerdings auch die Partie unter voller Kontrolle.  Nach einer aus meiner Sicht schlechteren Halbzeit und einer besseren Zweiten ist die Leistung als noch okay einzustufen.

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