Dieses Handspiel ist schlicht und einfach strafbar

Dieses Handspiel ist schlicht und einfach strafbar

21. Juni 2020 0 Von IG Schiedsrichter

Eine solche Szene verleihte dem Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga zusätzliche Dramatik.

In der 6. Minute traf Düsseldorfs Hennings gegen Augsburg. Der Treffer wurde natürlich von Video-Assistent Günter Perl überprüft. Schiedsrichter Daniel Siebert (Berlin) gab zunächst den Treffer, wurde dann aber in die Review Area geschickt und nahm das Tor wieder zurück.

Warum?

Weil Kaan Ayhan vorher den Ball an die Hand bekommen hat. Dieser Arm war deutlich in volleyballmanier über Schulterhöhe, deshalb war es ein strafbares Handspiel . Und somit war es richtig, den Treffer nicht zu geben.

Ayhan lag beim Handspiel schräg in der Luft – vorher war er möglicherweise von einem Gegenspieler geschubst worden. Wäre der Stoß strafwürdig gewesen, hätte es Strafstoß geben müssen. Die Beurteilung der Zweikämpfe liegt im Ermessen des Schiedsrichters. Nach den TV-Bildern, die wir gesehen haben, gehen wir davon aus, dass es ein Zweikampf war, der noch regelkonform war.

Übrigens: In den letzten Tagen wurde viel über die aktuelle Handspielauslegung diskutiert. Springt der Ball vor einem Tor an den Arm oder die Hand eines Angreifers, zählt der Treffer nicht. Die Hand war schlicht und einfach strafbar. Hätte ein Abwehrspieler den Ball ebenso an die Hand bekommen, hätte es Elfmeter geben müssen.

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